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Voltaire Predigte Gleichheit und haßte sie so herzlich als einalter Edelmann, was er auch war; wie hätte er sonst so gern Esntil-bomms äa roi ' nach seinem Namen gesetzt? Er stellte sich an, selbstden Thron nicht zu schonen, und doch war er wieder der niedrigsteSchmeichler der Großen; er war zwei Jahre in England unabhängig,aber wenn er Genfer vor sich hatte, sprach er von seinem Chateau,und daß er wohne «laus sos propres terros, ^ und war da ein größererEtikettenthor, als es viele deutsche Reichsürsten nicht waren. Er schmei-chelte dem Dnc de Richelieu, der im siebenjährigen Kriege keine Lor-beeren gesammelt hatte, aber von d'Alembert sagte er: „Er hat sichselbst seinem Küchenjungen verächtlich gemacht," und wie sprach ervon dem guten Rousseau? Er nannte dafür die Dubarrp aäorablsLgSris! b Diese inspirirte den weisen Numa und jene den armseli-gen Ludwig. Die Metze fand sich nicht einmal dadurch geschmeichelt,und da der Dichter im Roi pstauä ^ in sehr höhnischen, unzüchtigenAusdrücken von ihr und dem Könige gesprochen hatte, schrieb sie ihm:„Ich werde die Vergötterung neben die des Roi pStauä stellen." Ver-diente Voltaire je den Namen des „Philosophen von Ferney?"
Voltaire's höchster Stolz wäre gewesen, an den königlichen Sou-pers Theil zu nehmen und sich Ludwig zu nahen, wie Horatius undVirgilius dem Augustus, und daher schmeichelte er der Pompadonr,gelangte aber nie zu dieser Ehre. Er lobte den König, drängte sichzu, und in seiner Oper: „Der Tempel des Ruhms," wo Ludwig sichim schmeichelhaften Bilde des Trajan erkennen sollte, fragte er beidessen Vorübergehen: Irasan sst-it oontont? ^ Der König ging still-schweigend vorüber, und der Hof staunte über die gewagte Frage-Ohne diese Kälte des Königs, ohne den Vorzug, den er Crebillon gab,und das königliche Voltaire est ä sou vouvliant, " hätte wahrscheinlichFriedrich und das barbarische Deutschland nie das Glück gehabt, dengroßen Mann in Berlin zu sehen; aber zuletzt ging es ihm wie un-serem kritischen Philosophen. Der Maler Huber ging gar nicht zuweit, als er den Alten von Ferney malte, wie er im Schlafrock denPegasus besteigt; den einen Fuß im Steigbügel, verliert er beimUeberschwung des andern — seinen Pantoffel.
Voltaire hatte alle Fehler der Reichen, und Rousseau, wenn erauch Armeelieferungen hätte übernehmen können, hätte nie 800,000
t Kommendere des Königs. — ? Auf seinem eigenen Landgut. — 2 Bewunderungs-Würdige Egerie (Numa's Nymphe. Die Dubarrv, bekanntlich die letzte regierende Mai-tresse Ludwig's XV.). — 4 Loi xstauä. ein König der Unordnung. — b Ist Trajan zu-frieden ? — ^ Voltaire ist im Untergang begriffen.