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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Aoseltur ex labüs, <;uaiituiQ s!t vrr§rilis —

Xoseitur ex Lass, Quanta srt — — virr. ^

Aber, mit allem Respekt gegen das Alterthum, es gibt starke Aus-nahmen, die leicht jene lateinische Regel umstoßen dürften, und dieNatur war so gütig, gerade umgekehrt, wie bei den Sinnen, einenMangel öfters durch einen Ueberfluß zu vergüten, wenigstens ist derVers bei den Stumpfnäschen und den aufgestülpten des andern Ge-schlechts richtiger. Die Italiener scheinen mir die größten Nasen zuführen, und dem Spruche der Alten machen sie alle Ehre, daherdie vielen Sonette auf Nasen. Nach den Rabbinen muß eine Nase,die weder zu klein noch zu groß sein soll, die Länge des kleinen Fingershaben; von den eigenen Nasen ihres Volkes aber sagen sie nichts unddoch haben in der Regel die Schachernasen eine ganz eigene Krüm-mung.

Unsere heiligen Bücher bezeichnen den Zorn durch das Schnaubender Nase, und im hohen Liede steht die Nase im Gesicht gleich einemThurm Libanons. Die Alten setzten den Zorn in die Nase, und dieschönste Antike Apollo zürnt bloß mit weit aufgeblähten Nasenlöchernund mit verachtender hinaufgezogener Unterlippe. Ausgedehnte, weite,vornehme Nasenlöcher, wenn sie nicht so weit ausgespannt sind, wiedie des heiligen Carl Borromäus zu Ancona, zeigen etwas Großarti-ges; kleine und enge aber in der Regel einen wunderlichen Kauz, derauch eine enge Brust hat. Der Nasenslügelaufzieher ist beim Spott-geist unwillkürlich thätig und spielt gerade bei meinem vertrautestenFreunde, sobald ein Sarkasmus im Gehirnkasten geistert, wie einTelegraph. Es ist unangenehm in Gesellschaften, wo man eben nichtgeneigt ist, mit telegraphischen Nachrichten aufzuwarten.

Hochmuth wirft, ohne es selbst zu wissen, die Nase in die Höhe,die Kleinmuth sinken läßt; je höher die Nase getragen wird, desto be-leidigender sind Nasenstüber, denn nicht alle sind von der gutmüthigenNatur wie die, welche Freund Hang Mahls großer Nase gab, undhundert Nasenstüber, wie die spätere Nasiade (Köln 1804) austheilt,wären nicht auszuhalten, wenn sie stark — wären. In unserem Nor-den stieß ich auf mehr hohe Nasen als im Süden, dafür führt manungemein häufig das Wort human im Munde, und es sollte michnoch mehr freuen, wenn es im Süden noch mehr gefühlt und geübtwird. Gerne schliche man sich unter den hohen Nasen still weg, wenn

t An den Lixpen erlennt man, wie's mit der jungfräulichen —

An der Nase des Manns, wie's mit dem — ist bestellt.