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urngmirt aufzuführen. Werthcrianer und Klingerianer (den Saphirnehme ich aus) waren in Ueberspaunung; die Siegwartianer, nebenden mystischen Stillingen und Morgenthaus, in miserable Ab-spannung der Kraft verfallen; es war hohe Zeit, daß Musäus Gran-disou, Trimm mit seinem unendlich bessern Marcus Puneratius Cy-prianus Curt, genannt der Empfindsame oder Selmar, und Wetze!mit Wilhelmine Arend in das kindische Gewimmer hineinschlugen, wieLucian mit seinen Göttergesprächen in die heuchlerische Priesterwelt;selbst das Werthcrfieber (1776) stiftete damals Gutes.
Wahrer Wundbalsam waren jene satirischen Romane für jeneKranke, die der Phantasie den Zügel ließen und unzufrieden mit Weltund Menschen, folglich unbrauchbar für diese Erdeuwelt, in wollüstigenSchmerzen über die erdichteten Leiden des Romans oder der BühneThrSnenbäche vergießen, den Armen aber mit einem kalten: Zurück!abweisen konnten; ja, diese Romane waren der Ehe, die selbst in denArmen einer Venus endlich eine frohuartige Natur annimmt, höchstnachteilig, indem sie in eine solche empfindsame Stimmung versetzten, daßschon in der ersten Stunde der Puls voller schlug, in der zweiten dasAuge schwamm und in der dritten nur zu oft Sakrament, Irdischesund Ueberirdisches rein vergessen war. Um so leichter verfielen alsodie Mondhelden und Mondheldiunen, da sie sich verlacht sahen, aufMaterialismus und französische Sensual- (oder Sexual-) Philosophie,was noch mehr Thränen kostete, und wesentlichere, wenn nicht derHimmel Paarte, wo dann das Werthcrn und Lotten von selbst nachließ.
Zu diesen Romanen kommen nun noch des mit Unrecht bewun-derten Präger Professors, Herrn von Meißners, Werke; seine hochbe-rühmten Skizzen uud Erzählungen, seine Bianca, Capello und Alci-biades, Masanicllo, Epaminondas, Spartacus, Cäsar, lauter historischeZwitter, über die sich der Geschichtsfreund nur ärgern kann; aber derMann hatte einmal Ruf; Jünglinge und Mädchen schwärmten für ihn,und einer meiner Jugendfreunde wird deu Anonymus sogleich errathen,wenn ich verrathe, daß er einst in Küblers Practico eine Relationvortrug ganz im Meißner'schen Stil; die Geschichtserzähluug, dieGründe für und wider, alles Schöngeisterisch-Meißncrisch, nur dasGutachten selbst war trocken juristisch, jedoch in wenig Worten: „Unterobigen Umständen wage ich gar nicht zu entscheiden," worüber er vielvon mir zu leiden hatte; die Hauptsache, sein Urtheil, blieb in xstto;indessen verräth es Bescheidenheit, uud wenn er solche beibehalten hat,so wird er nicht mit mir hadern.