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die vielerlei Staaten, und in Sachen des Geschmackes keine so wenigEinseitigkeit als wir. Selbst unsere Sprache, mag sie auch für dasLeben, für Beredtsamkeit und höhere Geschäfte weniger ausgebildetsein als die französische, ist dagegen der Dichtkunst günstiger als jedeandere, die italienische nicht ausgenommen, und für den Hähern wis-senschaftlichen Gebrauch ist sie, gleich der griechischen, die reichste. Unddoch unterstützen deutsche Große weit weniger die Gelehrten, als imAuslande geschieht; Wielaud hatte einen russischen und französischenOrden, aber keinen deutschen; und Boufflcrs machte sogar die WienerGrazien mit dem Dichter der Grazien erst im französischen Gewände1770 bekannt.
An Sammelgeist übertrifft uns gewiß keine Nation, und wir sinddas Gedächtniß von Europa, das weite Jdeenmagazin, dasandere Nationen benutzen; England ist der Verstand und der Mittel-punkt des Lichts, Frankreich der Witz- Italiener sind nur Samen-händler, wir aber Pfleger und Gärtner. Ackerbau und Viehzuchtstehen nirgendswo höher, wie auch die Leiuwaudmannfakturen undPorzellansabriken und der ganze Kunstfleiß. Der unbelohnte Thielezu Bremen war mehr als der belohnte Britte Harrison. Auch unsereTuch- und Baumwollmanufakturen, Eisen-, Stahl- und Silberarbeitcrwetteifern mit dem Auslande; unsere mechanischen Kunstköpfe dürfensich mit den Britten messen, wie unsere Künstler mit den Italienern,und in Gelehrsamkeit und Kultur stehen wir über allen. Wie ist esmöglich, daß wir demungeachtet, wie die Jsraeliten, fremde Götteranbeten, fremde Bücher übersetzen, wo wir deren weit bessere haben,und unsern Landsleuten ein Compliment zu machen glauben, wennwir sie Ausländern an die Seite stellen? Wir, die wir so gerne aus-wandern, gebrauchen die eigene Tautologie, die sehr stolz, national-stolz klingt: „Unser deutsches Vaterland" und wenn wir Nach-richten an das Publikum haben, so werden sie an das deutsche Pub-likum gerichtet, und doch hängen wir an Ausländerei, wie keine an-dere Nation, und sind das Gespötte derselben durch unsern Mangelan Nationalsinn. Nun, nach und nach werden wir auch diesen be-kommen, und unsere weltbürgerlichen Tugenden ehren uns indessen,die sich so gut zu unserer bisherigen Lage schicken.
Nur der Deutsche darf noch die Worte „deutsch handeln" für ge-rade handeln von sich gebrauchen, und die Geographen, die Deutsch-land das Herz von Europa nennen, haben Recht. Gerade undoffen sprechen heißt deutsch sprechen (das js vons Is äis on bon §ian-