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[Neunter Band. - Zehnter Band.]
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sie und auf Amerikaner instinktartig losgehen, wie auf Thiere. Aufdem Sklavenmarkte sieht man ihnen nach den Zähnen, wie den Pferden,und der Eigner brennt ihnen seinen Namen in die Hüften, wie denPferden. Ramsay, der nicht gut von den Negern spricht, erzählt voneinem Quaschi, der mit seinem Herrn groß erzogen und ihm ganz er-geben war, daß derselbe, bedroht mit der schimpflichsten Strafe, derPeitsche (stolz auf die Glätte ihrer Haut, scheuen viele Neger Peit-schenstriemen mehr als Britten den Galgen) entfloh, aber von seinemHerrn eingeholt wurde; sie rangen und der Neger hielt ihn unbeweg-lich unter sich, zog ein Messer und schnitt sich selbst die Kehle ab!Neger sollten keine Seelengröße haben?

Quäker, die zwar keine besondere Philosophen sind, aber die fünfMillionen Neger, die in Amerika unter der Geißel barbarischerPflanzer seufzen und bisher jedes Jahr mit etwa hunderttausendneuen Ankömmlingen rekrutirt wurden, näher beobachtet haben, legtenNegerschulen an, und fanden, daß die Neger Menschen sind wie an-dere, nur versäumte, unglückliche Menschen. Quäker beehren Negermit ihrer Freundschaft, schätzen ihre Tugenden, die in amerikanischerSklaverei doppelte Achtung verdienen, und lassen sie frei. Seid ge-segnet, ihr Freunde! Sie, die verkannten Freunde waren die ersten,welche die Abschaffung des scheußlichen Menschenhandels zur Sprachebrachten, und zu den Stimmen, die seitdem sich erhoben haben, geselltesich die Stimme des edlen Wilberforce gegen die Blutwucherer vonLiverpool. Aber während europäische Menschenliebe das Scheusal imWesten zu zerstören sucht, treibt Gewinnsucht und Barbarei ihr Spielim Osten. Die armen Schwarzen werden keine Ruhe haben, bis siedurch höhere Kultur sich selbst der Moslem erwehren lernen, wie dieGriechen, und die Nationalbeschlüsse, die desfalls gefaßt worden, ge-hören zu den erfreulichsten Ereignissen meiner Zeit. Bald wird derNegerhandel in beiden Indien aufgehört haben, und so darf mandoch wohl erwarten, daß auch in Europa der Menschenhandel auf-hören werde. Montesquieu macht dem gesunden Menschenverstandmehr Ehre als Aristoteles und Mciners, wenn letzterer von der Skla-verei (XV. 5.) spricht, und spöttisch hinzusetzt: „Beschränkte Köpfeübertreiben die Ungerechtigkeiten gegen die Neger, denn wären sie sogroß, längst würden europäische Fürsten, die so viele unnütze Ver-träge schließen, auch einmal aus Barmherzigkeit einen Vertrag für dieNeger geschloffen haben."

Zu Südafrika zählen wir die Westküste Congo, wo zahlreiche