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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Gemüth des Themistokles, und die Bildsäule Alexanders den Feuer-geist Cäsars; nur recht viele Citate und Noten!

Lebensbeschreibungen könnten die nützlichsten aller historischenProducts sein, wenn sie mit philosophischem Geist und mit Sinn sürWahrheit geschrieben würden; sie könnten Männer machen, wie schonPlutarch machte, fast Schwärmer, wie die Lebensbeschreibungen derHeiligen im Mittelalter. Wir haben nur wenige klassische Biographien,und Schrökh und Johnson wird man auch nicht dahin zählen können,die meisten sind bloße Brustbilder, einbalsamirte Mumien und sinesischeGemälde ohne Schatten. Von jeden! berühmten Manne kann manim Grnnde zwei ganz verschiedene Leben schreiben; man denke anFriedrich, Joseph und Napoleon.* Wie schwärmerische Anhängerschreiben, davon sei Boswells Leben Johnsons ein Muster, oder LasCasas Memoires über Napoleon, die sich selbst täuschten aus lauterBewunderung, folglich nicht so verächtlich sind, wie elende Schmeichlera la Schwach, der sich durch sein Leben Carls VI. den Adel verdiente,noch mehr Ehre aber durch seine Art, die Politik zu beschirachen. Ermalte Carl groß, und in seiner ganzen Regierung kommt nichts Großesvor als Prinz Eugen, der nicht bloß den Feind im Felde schlug,sondern auch zu Wien, denn er hatte auch Politische Einsichten undsuchte aufzuhellen in der finstern Kaiserstadt. Carl war bloß ein guterPrivatmann, die Pfaffen ergötzten ihn mit Frömmeleien, und dieMinister mit Reichshofrathsprozesscn, da er Jus und Latein verstand,während die Herren herrschten; er bestimmte genau seine Todtenmcssenund den Leichenpomp, und nun lese man den elenden Schwach, derwahrlich nicht viel besser ist, als die Personalien unserer kleinen Olym-pier, meist vom Hofprediger verfaßt, über die man in Ohnmacht fallenoder sich einen Bruch lachen möchte. Selbst der wackere Köhler, derdoch zu Göttingen und nicht zu Wien schrieb, schließt seine deutscheReichshistorie vom Jahre 1736:

S xrlvro et huinto oomponit Alorirr ssrturri,

AlaHoi'sra lioe Oarolo rnunäns Kaders *

Die Franzosen Choisy und Mezeray waren da doch schon ganzandere Männer. „Wie werden Sie es angreifen," fragte Ersteren der

" Wir haben eine Menge Leben Friedrichs, mehrere von guter Feder; aber nunman einmal nicht Voltaire's förmliches Pasquill, sondern das „Lexikon aller An-Novlgkeiten und Prahlereien in den Werken Friedrichs" 178S. 8. Die Parteilichkeit, Ueber-^"Benommenheit der österreichischen Feder fällt sogleich auf; aber mitunterWahrheiten, harte Wahrheiten. , , , u > u r ,,

> AisS den, ersten und fünften erschuf die Göttin des RuhmesCarl den Sechsten; hat je sie einen Größern erzeugt?