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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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aufschleichcn in das Dachstübchen; Manna regnet es nicht, Rabenbringen kein Fleisch mehr, und das Schlaraffenland ist noch heute un-entdeckt. Verse haben gerne Füße, aber keine Hände, und wer nichtarbeitet, soll auch nicht essen, gewisse Privilcgirte ausgenommen. Jakobisollte Theologie studiren, ihm ekelte vor dieser losen Speise; Insschien ihm bald so trocken, daß er seinem Freunde sein schönes vorpnsckurlo schenkte, wenn er es da unterm Fenster holen wollte, und somachte es auch einer meiner dichterischen akademischen Freunde mitSchmaus 6orxus znris xublioi; er war lange kein Jakobi und mußtees Zeitlebens entgelten. Niemand hat so viel mit dem Schicksal zuthun als Schöngeister, und daher waren, sind und bleiben sie auchdie echten Söhne des Schicksals. Von Homer an bis heute gilt vonihnen:

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Die Hippokrene der Dichter ist nur eine Wafferquelle, und derKirchenvater, der ihr Wasser Teufels wein nannte, halte nicht ganzUnrecht; aber Trunkene lassen sich nichts sagen, sie singen selbst, wennsie, wie einst Johnson, Lonr Impransns °° unterzeichnen,'oder wieMadame Geoffrin ihre Posteriora mit schwarzsammtenen Beinkleidernbedecken (viertausend sollen in ihrem poetischen Dienst zerlumpt sein).Es gibt keinen Singvogel, der ein Viertelpfund Fleisch auf dem Leibehätte; selbst Bürger darbte, und machte zuletzt noch den poetischenStreich mit dem Schwabenmädchen, der so prosaisch endete. Nur inEngland erhält ein Thomson hundert Pfund auf die Versicherung,daß seine Umstände poetischer als je wären, und Metastasio war jaHofdichter. Im Mittelalter gab es sogar Dichtcrkronen, jetzt aberüberläßt man das Krönen ihren Weibern. Aber das hilft all nichts,die Natur selbst scheint dichten zu wollen, die wildesten und rohcstenVölker sprechen in Bildern und Reimen. Reime scheinen die Sprachedes Gefühls zu sein, und das Ohr dem Gedächtniß nachzuhelfen. DieRcimliebe des gemeinen Mannes beweist auch unsere Sprache: Dachund Fach, Freud und Leid, Gehen und Stehen, Gut und Blut, Han-del und Wandel, Heuchler und Schmeichler, Lug und Trug, Rathund That, Sack und Pack, Saft und Kraft, Sang und Klang, Sausund Braus, schlecht und recht, Schutz und Trutz, Stein und Bein,

* Poesie und Armuth gehen stets zusammen,

Jene macht immer Strophen (Zimmer) und hat lein Obdach.

2 Euer Frühstückloser.