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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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toll und voll, Noth und Tod, Knall und Fall, Hui, Pfui I Wir warenso an Reime gewöhnt, die vielleicht aus dem Widerhall germanischerWälder schon herrühren, daß Klopstock nicht wenig getadelt wurde mitseinen Gedichten ohne Reime; man hatte bisher sich oft mit bloßenReimereien begnügt, statt der Gedanken, jetzt erhielten wir Gedichtein Menge ohne Reim und Gedanken, nichts als Hexameter oder Sechs-füßler, und sogar von Leuten, die solche weniger im Kopfe als aufdem Kopfe hatten, denn nur ein Gargantua' hatte Kanonenkugeln inden Haaren.

Der wahre Dichter muß schon geboren werden, und hat eine Adermehr als andere, die poetische Ader, die aber so schlecht ist, als das,was man Goldader nennt, oder auch goldene Hochzeit, wennman sein fünfzigstes Ehejahr feiern will. Für einen inspirirten Dich-ter gibt es hundert Besessene, für einen I'amsux hundert lssaiväligues, 'oder wie Rivarol von gewissen Dichterlingen sagte: 6'sst äs la gross,äaus laguslls los vsrs SS sout Nils. 2 Der Ausdruck bellss Isttre»oder schöne Wissenschaften hat sicher vielen Jünglingen ernstes Wissenals unschön vorgespiegelt, und mein Vater wußte wohl nicht, was erthat, wenn er seine an mich auf die Schule geschriebenen Briefe adres-sirte: a lllonsieur K. ätuäiaut so dslles lettrss,^ und hatte Asmusnie gelesen, der seinen Vetter um das Studium der schönen Wissen-schaften befragt und Meerrettig beilegt: „Reibe statt des Batteux °Meerrettig, kommt Alles auf eins heraus."

Plato verwies alle Dichter aus seiner Republik, und ging hierzu weit, wie in andern Dingen, er war ja selbst mehr Dichter alsPhilosoph; aber bedenklich bleibt es immer, daß die Lyra ursprünglichnichts weiter war, als ein Rindviehschädel, zwischen dessen HörnernHermes vier Saiten ausspannte. Die Mehrzahl bekommt erst Würzein ihre Verse, wenn sie dem Gewürzkrämer in die Hände fallen, na-mentlich die Meisterstücke der Dichterinnen, denen höchstens Elegienzu gelingen scheinen, und die meisten schreiben Unverheirathete. Pe-gasus liebt Damen- oder Quersättel nicht besonders, und wenn mandie Gedichte nicht aus Galanterie bewundert, so geschieht es, wie beiJsaak Maus Gedichten, weil er ein bloßer Bauer zu Badenweilerwar. Dichterlinge lassen sich gerade am wenigsten ihre gemeinen Un-gereimtheiten tadeln:

- Rabelais' Niese. — i Berühmten. — Hungrige. — 2 Die Berse haben sich inBrosa Ersetzt. — <> An Herrn N-, Studirenden der schönen Wissenschaften. — ° Compcn-Van der Aesthetil.