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Herzen zusammen, was freilich tausend Geschäftsmänner für reinenUeberfluß halten; und daher wünsche ich Jedem am Abend seines Lebenseine Retraite, es braucht kein Rittergut zu sein, wie es mein lieberPhilosoph Montagnc hatte, im herrlichen Süden Frankreichs; nurein kleines Gütchen, wie es dem holländischen Volksdichter Cats ge-worden ist, wäre es auch in den Dünen von Schevelingen, wenn eSnur ein Tlorgenvlist l ist. Nun, ich konnte es nicht so weit bringen,kann mir aber einbilden, daß die Villa, auf der ich lebe, mein ge-höre, und so ist es dasselbe. Ein poetischer Geist macht bei mir halbglücklichen Umständen unendlich glücklicher, als hundert Prosaisten jesein können; aber in unglücklichen Verhältnissen macht er auch wiedervon unwichtigen Dingen sich so schwarze Gemälde, daß er sich selbstin die Hölle versetzt und bereit ist, sich in den Sthx zu stürzen, ohneCharons Nachen abzuwarten, lllockio tutissimus ibls! ?
IX.
Die Künstler.
Was Blumen unsern Gärten sind,
Sind Künste unserem Libeu.
Der Zauber der Kunst (das Wort kommt von können, wiedas griechische Wort Poesie auch) erhebt den Menschen über dasThier, mit dem er den Sinnengennß gemein hat; die Werke großerMeister versetzen den echten Jünger der Kunst in Extasen, wie eineGeliebte, und unter den unsterblichen Antiken wandelt er bei Fackel-schein, wie in; Olymp selbst, und lebt in seiner identischen Welt, wieWinkelmann und Reifenstein zu Rom, und wie die stets frohe Grilleder Atten vom Thaue des Himmels. Warum müssen doch Künstlerso gerne bloß ihrer Kunst huldigen, und dadurch so gerne bengelhaft,anmaßend und unwissend in allen andern Dingen werden, schlimmernoch als Dichterlinge und Stockgelehrte, so daß mau vielen gerne aus-weicht ; aber Ingenia bonos luibsnckus. ^
1 Wörtlich -. Sorgevstncht. - - Der Mittelweg ist der sicherste. — s Das Genie mußgeehrt werden.