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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Söhne anvertrauen, so wollen wir sie in Allein unterrichten und Män-ner aus ihnen wachen."

Sind wir nicht ungefähr in demselben Falle, wenn wir aus derSchule in die Schule praktischer Thätigkeit treten, und aus dem hoch-gelehrten Universo in die ungelehrte Welt? Jener Franzose drücktesich ein bischen zu hart aus: il uouo taut ässsnseigner los sottisss,gu'on nons a enseignSss; ^ aber sind jene Proben der Wilden, ehesie ihre Jünglinge für Männer erkennen, nicht weit naturgemäßerund vernünftiger, aveo peiinisoioii, ^ als unser veraltetes Magistrircnund Doktoriren?

Nationalerziehung, oder wie sie Jeder ins Haus braucht, unterseiner Nation und unter den Menschen, mit denen er künftig lebensoll und muß, wäre wohl das Vernünftigste. Die Engländer sindklüger geworden als die Wilden, und lassen ihre Jugend nicht mehrschweizerisch, oder gar französisch, oder deutsch erziehen, sondern eng-lisch, und wir Deutsche zum Theil auch, wie die Messieurs und Dc-moiselles, Gouverneurs und Gouvernantes wohl fühlen werden. EinDeutscher, französisch erzogen, macht noch lachen, aber englisch erzogenfühlt er sich unglücklich, wenn er dienen muß. Eine spartanische Er-ziehung wäre vollends der geradeste Weg zum Despotismus, eine Er-ziehung durch den Staat. Der größte Despot meiner Zeit scheint mirso etwas Lykurgisches im Schädel geführt zu haben.

Aber ohne Wissenschaften? — der Himmel bewahre! Was hättennicht Sultane und Bonzen aus der armen Menschheit gemacht? ImMittelalter hatten sie es wahrlich schon so weit gebracht, daß die Men-schen feuerroth hätten dastehen müssen, wenn sie nicht bereits zu Thie-ren wären herabgewürdigt gewesen. Die Menschheit wäre längst ver-fault ohne einige Weise, das Salz der Erde, und ohne ihr uneigen-nütziges Streben oft mit Gefahr ihrer Ruhe und ihres Lebens. WederRegenten noch ihre Räthe haben das Menschengeschlecht veredelt, son-dern allein die Denker neben dem Handarbeiter, der das Feuer undBrod, das Eisen und den Webstuhl rc. erfunden hat. Und was fülltedie unermeßliche Leere, die der Weise so oft im gesellschaftlichen Lebenfühlt, ohne die Wissenschaften? Wie viel ist nicht ein gutes Buch demEinsamen in kleinen Städtchen und auf dem Lande? Man sollte nichtglauben, daß es in manchen Staaten noch Excellenzen geben soll, diefreilich bloß als Routiniers sich nach und nach emporgeschoben haben,

, "äst uns lehren, die Dummheiten zu vergessen, die man uns gelehrt hat.

Mit Erlaubnitz, d. h, wenn es erlaubt ist, offen zu sprechen.