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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Schmeichelei, nicht selten in Armuth und Dunkelheit verlöscht, gleichder Fackel, die erleuchtet, während sie selbst in der Dunkelheit bleibt.I?ssxrit sst uns äignits ! wird auch in meinem deutschen Vaterlandenoch zur praktischen Maxime werden, wenn es das Heer privatisiren-der Schriftsteller zu gemeinnütziger Arbeit anhalten wird. Die gau-kelnde Bewegung der Sonnenstäubchen oder der Abendtanz der Mückenist das Bild mechanischer Geschäftigkeit, die Bewegung der Himmels-körper das Bild genievoller, thätiger Muße. 13 h cn/v>si. ^

Schade, Jammerschade, daß dann gerade, wenn man in seinerWissenschaft mühsam eine gewisse Höhe erklommen hat, der Geist altert,der Körper abgerufen wird, und ein Anderer dann wieder mit dem ABCanfangen muß, um sein Scherflein zu liefern, bevor auch er in dieGrube steigt. Kümmert sich denn die Natur wirklich nichts um Wis-senschaften ? Es scheint wenigstens, daß sie zuvor Menschen wolle, ehesie Gelehrte oder gar Weise will. O wie viel weiter müßten wirnicht sein, wenn jeder, der sich den Studien widmete, immer voraushätte wissen können, was er brauchen könne! Wie viel gäbe ich fürdie Zeit, die ich mit dem so guoä justum sst ^ in den schönsten Jahrenverloren habe! und dann wieder über Akten kleiner deutscher Verhält-nisse, die nicht mehr sind, und selbst über lebendige Sprachen, um siesprechen zu lernen! In der Jugend gleichen wir den Kornhalmen derFelder, die frisch und gerade die Häupter in die Höhe strecken, je leerersie noch sind; mit der Reife senken sich die Häupter demüthig zur Erde,und der verdient den Namen eines wahren Gelehrten, von dem man,wie Lichtenberg von Tobias Mayer, sagen kann: „Er weiß gar nicht,wie viel er weiß." Die soisntos nssoii ° sind allein die rechten, unddas Höchste im Wissen ist gesunder Verstand, wie in der Kunst Naturdas Höchste ist. Llultnin non multa; 4 denn schon zu Hippokrates Zei-ten hieß es: ars longa, vita, brsvis ; und ist seitdem die Kunst nichtnoch unendlich höher gestiegen, wahrend das Leben kürzer gewor-den ist?

Sollten wir nicht bereits Bücher genug haben? Das Beste istlängst gesagt, wir wollen zum Alten zurückkehren, das sich bewährthat, und es nicht bloß lesen, sondern auch darnach handeln. Der be-kannte englische Doktor, der von einer weiten Reise ncunundneunzigBallen Handschriften heimbrachte, deponirte sie im brittischeu Museum,und behielt bloß das, was er in der Hütte eines Paria gelernt hatte:

t Die Mutze ist etwas heilig zu Haltendes. — 2 Ueber das, was Rechtens ist. —» Die Wissenden, die nicht wissen, daß sie eS sind. — » Viel, nicht vielerlei.