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italienische Sprüchwort hat Grund und Boden: Sosxstto lioouniosackaäs! -
In älteren Zeiten hatten die Bedienten einen weit härteren Stand,der sie sicher ohne die altdeutsche Ehrlichkeit, und wenn man sagenwill, Einfalt und Respcktserfüllung noch schlechter gemacht hätte. Siemußten für ihre Herren sogar wallfahrten, fasten und sich geißeln, jaein Geizhals, den der Bediente vom Hangstrick abschnitt, zankte nochmit ihm, daß er ihn nicht abgeknüpft habe. Dafür war die Livreeheiliger als jetzt, und wer einen solchen Schlingel durchprügeln wollte,zog ihm zuvor die Livree ab; jener Spötter aber, der über eine lum-pige Liwäe sich lustig gemacht hatte, entschuldigte sich, daß er nichtüber die Livrwe gelacht habe, sondern über die Löcher, folglich geradeüber Stellen, wo keine Livräe gewesen sei. Ein Duc, um auf einemMaskenball recht unkenntlich zu bleiben, sagte seinem Johann, daß erihm einige Hiebe geben solle; Johann aber machte es so arg, daß derHerr ausrief: cksau, 3san, tu ms äöguisos trog! ^ und eine so schöneGelegenheit haben nicht alle Bedienten. Die Bedienten der Vorwelthatten es wirklich hart, aber sie waren auch hart, keine nervenschwa-chen Männchen unserer Zeit, wie der Kammerdiener, der seinem sicherbrechenden Grasen eine Schüssel hinhalten mußte, und die Schüsselvoll machte, ehe der Gnädigste noch recht angefangen hatte. „WessenBrod ich esse, dessen Lied ich singeim Grunde müssen wir das Allethun, wenn das Schicksal gebeut, und nur einem Sancho ist erlaubt,wenn Don Quixote will, daß er sich für Dulcinea Hiebe gebe, zurufen: „Daraus wird nichts, das mag der Herr thun; was hat dasFräulein mit meinem A .... gemein?"
Die größte und unterhaltendste Lächerlichkeit dieser Bedientenweltist wohl ihre Vornehmheit; gar zu gerne tragen sie die Wichtigkeitihrer Herren auf sich über, und gar sehr finden sie sich geschmeichelt,wenn Unbekannte sie gar für den Herrn selbst ansehen. Diese Thor-heit scheint mir eher im Steigen, als im Fallen zu sein, wie dennleider Alles mehr aus den Schein angelegt ist, als vormals. Wirtheund Wirthinnen thaten in meiner Jugendzeit das noch selbst, wasjetzt Kellner oder Mägde thun müssen, und selbst diese haben wiederihre Beihelferinnen oder Ausläufer. Selbst in das Büchcrwesen ver-steigen sie sich, und jener neuangenommene Gar^on, den der Herr zumBuchbinder schickte mit einem rohen Werke, fragte: „Soll ich es inFolio, Quarto oder Oktav binden lassen?" Nichts ist komischer, als» Verdacht ist ein gefährlicher Glaube. — r Hans, Hans, dn verkleidest mich zu sehr l