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legen? man erspart Fährlohn nnd Fässer, wenn man solches beimWirth holen läßt. Wozu am Brode sparen? für Hühner sind Brockenund verschimmeltes Brod trefflich, so wie vernachlässigtes Obst für dasSchwein. Verdorbenen Wein kann man ja zum Essig brauchen, undbei zu viel Kuchen erspart man das Brod der Mägde, so wie beimFleisch auch. Man muß stets ein Extra für Gäste bereit halten, undbleiben sie aus, so kann man es ja selbst essen.
Das Betteln ist jetzt überall erloschen, aber nicht das Geben, nndwahrlich in unserer Kriegszeit gab es Bettler, die wohl unsere Theil-nahme verdienten, und Noch mehr im Hungerjahre 1817, wo Mancherim Mittelstände mehr Hunger litt, als der eigentliche Bettler oderArme, für den obrigkeitlich gesorgt war, und gar Mancher ist schonzum Bettler geworden, weil er zu ehrlich und vertrauensvoll war, zugroß und zu edel dachte für seine Verhältnisse, ohne in die Zukunftzu blicken und ins Alter. Nicht Jeder kann betteln; Viele schämen sich,und eine Theorie des Bettelns wäre nicht übel. - Im Grunde betteltAlles, man bettelt um Liebe und Gnade, um Aemter, Orden undTitel, um Häuser und Güter, um Gold und Silber, um Lob oder garum eine günstige Recension. Alles bettelt, aber nur der sollte Bett-ler sein, der sich mit Kreuzern begnügt, und er kann sich so gut alsder Fürst schreiben: Wir von Gottes Gnaden.
Der Bettler ist der freieste Mensch; überall findet er Wasser,Früchte und Sonne und Erde zum Lager, sein Vaterland ist die ganzeErde. Der berühmteste und älteste Bettler ist Homers Jrus, wennwir nicht Belisarius dafür nehmen wollen. Er war alt und blind,und hatte dem Vaterland mehr Dienste geleistet, als die heiligen Bett-ler in der Kutte sammt und sonders: äats obolum Lslisario I ' Undgewiß gäbe Jeder seinen Kreuzer dem Bettler Jttners, einem verun-glückten Theologen. der in der kläglichsten Gestalt das bischen Tabakin seiner hölzernen Dose betrachtet, und darauf seinen Schatten mit-dem Ausruf: pulvis et uiubra sumug!
i Gebt Lern Belisar einen Heller. — ? Staub sind wir und Schatten.