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Königin Spaniens; Achilles und Hektor durch die Trommel zumKampf gerufen, schlugen sich auf Pistolen und im Hintergründe er-blickte man Jlion mit reicher Artillerie und herrlichen Glockenthnrmen.Nun, in einem kleinen reichsstädtischcn Addern erblickte ich wenigstensüber einem Theaterjerusalem das Stadtwappc».
Der Contrast der Nebenuorstellungen mit dem Hauptgedanken er-regt hier Lachen, das der einzige ästhetische Zweck solcher Karrikaturensein kann ; nicht so bei der Parodie, die neue und schöne Hauptgedan-ken enthalten, ja sehr ernst sein kann, und daher auch verdienstlicherist. Wenn Höllh singt:
O wunderschön ist Gottes Erde,
Und werth auf ihr vergnügt zu sein,
Drum will ich, bis ich Asche werde,
Mich dieser schönen Erde freun!
und ein altlntherischer Hofprediger parodirt:
Mein Zweck auf Gottes schöner ErdeIst nicht, darauf vergnügt zu sein,
Drum will ich, bis ich Asche werde,
Auf jenes Leben mich nur freun!
so ist dessen Gedanke höchst verschieden von Hülty's vernünftigen Ge-danken, nichts weniger als schön, aber gewiß macht er burleske Wir-kung, und stellt uns die alten, finstern Moralperrücken und ekelhaftenMystiker unserer Zeit lebhaft vor Augen, die nicht fasten, daß schondieses Leben ein Theil der erwarteten Ewigkeit ist, um dessen erlaub-ten Genuß sie sich selbst betrügen, dummer als das liebe Vieh.
Noch gedachter und schöner war zu ihrer Zeit gewiß die Parodievon Mosis erhabenen Worten: „Gott sprach, es werde Licht, und esward Licht," angewandt auf die Kantianer:
Gott sprach: eS werde Kant!
Und es wurden Narren!
Komisch läßt die Parodie, die selbst eine Wanduhr im Zimmereines Großen machte, der mit dem Tode rang, umgeben von seinerFamilie und seinen vertrautesten Höflingen; sie fing Plötzlich an zuspielen: „O du lieber Augustin rc." und setzte manche Trauermiensin eine unschickliche Bewegung. Die Wanduhr war indessen wenigerdummnaiv, als die Parodie eines Btodegenies am Schlüsse einerTrauerrede, die er auf den Hiutritt einer Freundin hielt; sie schloßmit Asmus: