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Gute. Wer erwartete von einem Benediktiner so freie Religionsan-sichten, wie von Pafferoni's Cicerone in vierunddreißig etwas allzu-langen Gesängen? Passeroni ist wenigstens besser als Bcrtholdo,Bertholdino e Cacasenno in zwanzig Gesängen von ebensoviel Dichtern.Dieses komische Epos enthält die Streiche jener drei italienischenSchalksnarren, oder zwanzig alte Erzählungen eines gewissen CesareCroce, ganz im Geschmacke unseres Eulenspiegels. „Kerl, du sollstnie vor mir erscheinen, weder nackend noch in Kleidern," sagte derHerr, und so kam der Narr in einem Fischernetze.
Lombardi Ciucceide 1726 soll höchst komisch sein, ist aber imschwerverständlichen neapolitanischen Dialekte, und das Werk des sici-lianischen Dichters Meli, das eine Fortsetzung des Don Quixote istund von Munter gerühmt wird, ist mir unbekannt, so wie des PaterAthanasio's Zibaldo, ein burleskes Gedicht in zwölf Gesängen. 1805.Im Oomeiäa, kooma oroioomioo äsl 1). üoruograso bei Ine. 6oini-gero al Insegnn äsl Laxrioorno, Oornipoli s. a. in sechs Gesängenmit Kupfern und Anmerkungen von Cornelius Tacitus II. entsprichtdurchaus nicht dem Gegenstände, der doch dem Witz so viel Spielraumläßt, und der Italiener Lieblingskapitel' zu sein Pflegt bis zum Ekel.Aber dafür haben wir Casti.
Casti, dieser treffliche neuere Dichter, war 1721 zu Monte Fias-cone geboren, und Professor daselbst; er liebte Reisen, ging nachFrankreich und dann mit Fürst Rosenberg nach Wien, wo ihn selbstJoseph gerne sah; er reiste wieder mit Fürst Kaunitz nach Berlin,Petersburg, Madrid rc., und lebte dann wieder zu Wien bis zu JosephsTode, wo er nach Florenz ging; aber noch war er des Reifens nichtsatt, ging nach Paris und starb daselbst 1805, und an einer Krank-heit, an der selbst ein Satyr von dreiundachtzig Jahren nicht sterbe»sollte, und wohl schwerlich je ein deutscher Greis gestorben ist.
Casti hatte schon zu Wien seinen lustigen Ils lüsoäoro und Ltrott»<li Irolonio geschrieben; das kooma lartaro folgte nach, eine nichtunwitzige jedoch keineswegs ausgezeichnete Satire von zwölf Gesängenauf Kaiserin Katharina II.; dann seine koosis lirieüo, die auch nichtviel sagen wollen, desto mehr aber seine Novellen, wenn sie nur nichtnoch unzüchtiger wären, als die des Boccaccio und Bandello. Abersein Meisterwerk bleiben seine ^.nimali xarlantl in sechsundzwanzigGesängen voll inhaltreichen pikanten Witzes und ganz politischer Ten-denz, und entschädigen für hundert Werke der neuesten italienischen* Nämlich Hörner.