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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Brücke zn N. N. thäten mcwschiren thun." Wenn diese Provinzial-sprache im Munde gemeiner Leute, wo sie eher etwas Naives annimmt,komisch läßt, so läßt sie doppelt komisch im Munde der Hähern Welt,z. B. zu Wien, wo selbst der Kaiser den österreichischen Dialekt spricht.Wenn der Tiroler seinen Andreas und seine Therese vorstellt: „do istTheresel und do de Andresel," so klingt es beinahe wie: „da ist derEsel und da ist der andere Esel;" aber unendlich komischer doch läßtdie Aeußerung eines Generals auf eine etwas auffallende Behauptungeines Lieutenants: „Könn sein, könn a nit sein, nix gwiß was mauit, und a Lieutenant entscheid't nix!"

Grübels Gedichte in Nürnberger Mundart, Sailers in schwäbi-scher, machen Wirkung, da sie ohnehin nicht ohne "Vis oomiva sind;am meisten aber nach meinem Geschmack ist das Plattdeutsche, undjeder Studirende zu Göttingen sollte sich um die Mutter der hochdeut-schen Sprache mehr bekümmern; es würde keinen gereuen. Schwäbische,bairische, österreichische Volksliedcheu sprechen jeden natürlichen Men-schen an, und wer lächelte nicht z. B. bei Beicht und Absolution,woraus ich nur die züchtigsten Verse ausheben will:

Die Beicht.

Mi hat de ganze Tag noinz kränkt,

Als Menscher, Wein und Karta,

Und vor der Kirch, da han i denkt,

Mai! laß de Narre wart».

Koin Arbet hat mer nimma g'schmeckt,

I bin im Lehnstuhl g'sessa,

Haun alle Vieri von mer g'strecktUnd nix als Brotes g'fressa.

Rausch han i a viel rare g'hät,

Bin mai bei Wind und RcagaUnd mai im Saustall als im BettUnd in de Grabe gleega.

De Spielleut' han i oft voranUnkeusche Lieble pfifsa,

Und d'Tristabaure Julian'

Bciin Tanz an Schurz na grisfa.

Die Unkcuschheit, de reißt mer haltViel Löcher in mai G'wissa,

Und Hot mer schon mit aller G'waltDe Hoselatz verrissa.