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zwanzig auf," dieser schrieb neunundzwanzig, und es gab Streit; derKellner entschuldigte sich: „warum sprechen Sie auch nicht hübsch deutschcenundzwanzig!"
Wenn indessen der Schulze dem schlesischen Minister, dessen Reise-wagen mau mit Stricken bis zur nächsten Station nachgeholfen hatte,auf seinen Dank erwiderte: „o nicht Ursache! Eure Excellenz habenschon mehr als einen Strick um uns verdient," so war dies immernoch norddeutsch feiner, als wenn der schwäbische Stadtschulze aufBeschwerde der Metzger, daß keine Ochsen mehr auf den Markt kämen,die Resolution ertheilt haben soll: „Man beruhige sich bis zum nächstenMarkt, wo ich mich in Person auf den Markt begeben werde." Werwill noch über den Tuchfabrikanten Knoll lachen, wenn er auf seinenSchild setzt: „Knoll, grober Tuchfabrikant," oder über den Hcmd-schuhhändler: „Handschuhe für Herren von gutem Bockleder," wennein Tübinger antiquarischer Buchhändler, die doch sich heutzutageunter die Gelehrten zählen, noch 1817 die Tafel aushängte: „Ge-bundene Buchhandlung," oder ein Notar in einem Heirathsvertragvon oftberührter Jungfrau Braut sprechen konnte?
Im Jahre 1804 bei der Viehseuche ließ ein Landprediger imWochenblatt ein Gegenmittel ankündigen mit dem Beisätze: „Ich habesolches in meiner Familie immer bewährt gefunden;" der Censor setzteaber um der Kürze willen statt in meiner Familie „bei mir." Kannman es nun einem Schulzen verargen, wenn er auf eine Wegtafelsetzen läßt: „Alle Reisende, Fuhrleute, wie auch das treibende Wiehsind angewiesen, hier den Weg linker Hand einzuschlagen" — ? Nir-gendswo findet sich mehr solches guick pro guo als zu Wien, und garnichts Auffallendes ist da ein langer Waarenhändler, ein kurzerWaarenhändler und ein dürrer Obstverkäufer. Die drolligsten Fehlermachen gewöhnlich die herumziehenden Künstler und Marktschreier;sie kündigen auch gewöhnlich ihre Wunder zum ersten und letztenMale an, dann spielen sie zum zweiten und allerletzten Male, und aufvieler hochgeöhrter Gönner Verlangen zum dritten Mal oder nocheinmal! Die Höflichkeit jenes Gartenbesitzers, der das grobe ssollvermeiden wollte, ging aber fast noch weiter; zur Schonung seünerWiese steht auf der Wegtafel: „Höfliche Erinnerung: Niemand vvirdgebeten, über diese Wiese zu gehen!"
Noch heute machen selbst Herren von der Feder, Geschäftsmämnerund Advokaten, wenn man von ihnen einen schönen, reinen Stil, vor-züglich Kürze in der Fassung ihrer Sätze auch nicht erwarten twill,