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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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unmittelbar auf die Abhandlung von der Verbesserung der Judensetzen, und leider scheiterten die trefflichen freisinnigen Staatsanzeigcnan dem darüber entstandenen Jnjurienprozeß. Ob dies jetzt noch ge-schähe ? Es ist doch lange nicht so arg, als die Händel über die grsikeoäs Ilieniis (Schreibstube), verwandelt in Crikkoo, Krallen der Themis;oder die furchtbare Bosheit: „die Jesuiten legen ihre Eier in faulesFleisch," lies: „Insekten!" Indessen nahmen gar Viele es noch garübel, daß er im Text von einem Gelehrten sagt: der selige Verfasser,unter den Druckfehlern aber: man streiche selige aus! Der tollsteStreit über einen Druckfehler war wohl der im siebenzehnten Jahr-hundert zwischen Flavigny und Echelle, in der Bibelstelle: tzuiä viäesksstnoaru in ooulo kratris tui, st trabeiu in oouto tuo non viäes? dieo vor ooulo waren weggeblieben. '

Im siebenjährigen Kriege verlangte man vier Futterschneidcr inein Standquartier, der Adjutant verschrieb sich: „Vier Fuder Schnei-der!" Auf vier Wagen kamen Schneider, worüber natürlich mehr ge-lacht wurde, als über den Kaufmann zu Livorno, der 1 o 2 (1 oder 2)Affen verlangte, aber vierundachtzig von seinem Commissär mit derEntschuldigung erhielt, daß es ihm unmöglich gewesen, 102 aufzutrei-ben. Mit Zahlen ist nicht zu spaßen; man thut wohl, stets in Buch-staben solche auszudrücken, selbst die Interpunktion ist nicht unwichtig,ein Comma an unrechter Stelle kann den Sinn verändern. Was ver-änderte nicht das einzige weggelassene t an Napoleons Statue: Viroiiuiuor t all? 2 und wie veränderte nicht durch ein einzig Comma einOberarzt die Supplik eines Dümmlings: „Da ich Vieh-Arzt werdenmöchte," so beginnt sie, und jener setzte bloß ein Comma zwischen Viehund Arzt.

Das schöne Geschlecht hat sich vorzüglich vor Fehlern der Ortho-graphie zu hüten, und verschreibt sich nur gar zu gerne; indessen istman galanter gegen die Frauen, als gegen Männer und ist es eineDame, so hat sie ohnehin wenig zu besorgen, lelbst wenn sie eilig undunleserlich nach der Stadt um einen Solofänger schrieb, und andessen Stelle ein Solosänger erscheint. Der Mann, der im sieben-jährigen Kriege elende Reichshülfe statt eilende schrieb oder setzte,konnte kaum durchkommen; und unter Napoleon wäre es Redakteur,Drucker und Setzer und Censor beinahe übel bekommen, daß der Kaiser

t Was siehst du den Splitter im Auge deines Nächsten und nickt den Balken in demdeinigen V — Auge, ohne o: Hintern. — 2 Dem unsterblichen Manne —dem unmoralischenManne.

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