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zinimer zuweilen ganz eigene Gedanken haben;" es ist eine Plattheit,eine große Plattheit, aber thut sie nicht komische Wirkung?
Einsam anf einem Dorfe, krank und schlaflos, stieß ich (1804 bis1805) auf einen Schach Bahain, einen weit nützlicheren Mann, alsder Schach Baham Wielands, der mir zum Beweise dienen soll, wiePlattheiten zn den muntersten und erbaulichsten Nachtgedanken führen,und mehr erheitern können, als die berühmten Nachtgedanken Aoungs,zumal mir Alles neu war. Mit mehr schreckbaren als musikalischenTönen des Bockshorns, das schon aus Zeiten stammt, wo es noch keineSchlaguhren gab, verkündete der Mann die Stunden, und dann folg-ten mit heiserer, hohler, widriger, aber höchst vernehmlicher StimmeVerse — die Gabe des angenehmen Vortrags fehlt ja oft Predigernund noch höher stehenden Männern — die uralt sein mögen und mirwahrlich in diesen traurigen Nächten einer melancholischen Krankheitmehr waren, als meine berühmtesten Dichter — und doch reine Platt-heiten.
Diese platten Verse, die meines Wissens nicht mehr abgesungenwerden, wenn auch noch hie und da das Bockshorn mit seiner Stun-denangabe aufschreckt, und das mit vollem Rechte unter der Voraus-setzung, daß die löbliche Einschärfung der Feuerordnnng, und das 1sveuin lauckumuo r cmf eine andere noch zweckmäßigere Art gewahrtwerde, verdienen aufbewahrt zu werden, wie ich meine. Mein Mannder Nacht begann schon um acht Uhr seine öffentlichen Ermahnungen:
VIII. Nur acht Seelen waren dort,
Die da glaubten Gottes Wort.
IX. Neun undankbar blieben sind,
Fleuch den Undank, Menschenkind.
X. Zehen Fromme waren nicht,
Dort vor Sodoms Strafgericht.
XI. Um elf Uhr sprach der Herr das Wort:
Geht ihr auch in den Weinberg fort.
XII. Zwölf Stund hat ein jeder Tag,
Wer weiß, wenn man sterben mag?
Ich habe meinen Wunsch vollbrachtUnd wünsch euch Allen gute Nacht!
Schönen Dank, wenn ich nur seinem wohlgemeinten Wunsch hätte fok-
> Herr Gott, dich loben wir!
Dcniokritos. Xtl.
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