doch, Gott sei Dank, wenigstens bei den Dienern des Worts ver-schwunden ist. Foote brachte jenes Stück dem Erzbischof von Canter-bury mit der Bitte, alle Anstößigkeiten wegzustreichen, der es ihm aberlächelnd zurückgab: „Nicht wahr, Sie möchten gerne sagen können, odergar Darauf setzen: revidirt und approbirt durch den Erzbischof vonCauterbury?"
Nach den Methodisten haßten Foote die Nabobs am meisten, oderdie in Indien reich gewordenen Britten; zwei dieser Nabobs rücktensogar auf sein Zimmer in England — von zwei Schauspielern weißich einen ähnlichen Fall in Schwaben — um ihn zu prügeln, aberseine Artigkeit und glückliche Auslegnngskunst, mit der er ihnen seinenNabob erklärte, entwaffneten sie dermaßen, daß sie sogar von ihm eineEinladung, bei Tische zu bleiben, annahmen. Am schändlichsten be-trugen sich diejenigen, die ihm einen Prozeß an den Hals warfenwegen eines unn-atürlichen Lasters; das Gericht sprach not guilt^ ;'aber dennoch wirktte die Sache so auf Foote's Laune und Gesundheit,daß er Erholung im Süden Frankreichs suchte, aber nur bis Doverkam, wo er 1777 im 57. Jahre starb. Hier ist mir Foote unbegreif-lich ; ich war auch in dem Fall, von einem schlechten Kerl in Prozesseverwickelt zu werden, von denen er auch voraussehen mußte, daß siezu nichts führten, als mich zu ärgern und die Bauern für sich undgegen mich einzunehmen; ich ging auch auf Reisen, und verachtetebloß die schwarze Seele, trotz ihrer schändlichen Lügen und Verleum-dung in Journalen.
Und wo steckt der deutsche Foote? Er ist todt und leider noch nichtersetzt. Unser Foote war Kotzebue, der in mancher Hinsicht verkanntzu sein scheint, wenn auch seine Possen einst an der Tagesordnungwaren, wie Rochus Pumpernickel und Pachter Feldkümmel, die ichjedoch unter seine schlechtesten Produkte zählen muß. Kotzebue ist nochlange kein Foote; aber bedenken wir Deutsche, daß in Deutschland,so wie es selbst heute noch ist, ein Foote so wenig auferstehen kann,als ein Todter wieder aufersteht. Ich weiß nicht, ob die Posse einesandern Verfassers: „der König in der Einbildung" 1787 irgendwoauf der Bühne gespielt worden ist; aber in der Wirklichkeit und imStaate wurde sie gespielt. Sie erinnert an die Posse von 1789:„Vielerlei Handwerk, vielerlei Unglück" von Brökelmann, die vollerechtkomischer Laune, und was noch mehr ist, voll Wahrheit ist, wasdiejenigen am besten fühlen, welche Gelegenheit hatten, die kleineni Nichtschuldig.