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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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deutschen Olympier in der Nahe zn stndiren. Graf Sodens Lilliputoder Rosalic von Felsheim hat viel zu wenig Salz und Pfeffer, undso auch der Rhcingraf, oder das kleine deutsche Hoflcben. Ich selbstgetraute mir etwas Besseres zu liefern, wenn mit der Medintisirungnicht auch mein alter guter Humor mediatisirt worden wäre.

Deutschland brauchte nach den veränderten Verhältnissen gar wohlähnliche Possen, nicht um seiner literarischen Ehre willen allein, son-dern wahrlich zu höheren Zwecken, die dem Staate und Bürger unend-lich nützen könnten trotz der Posse. Julius von Voß' Farcen derZeit, Berlin 1808, zwei Bände, möchten wohl nur Wenigen gefallen;da ist kein Kotzebne, noch weniger Foote weit und breit; desto bessersind Hcrklots Possen, und darunter der Prozeß wohl die gelungenste.An der Tagesordnung waren auch D. Sessa's treffliche Stücke: UnserVerkehr und Jakobs Hochzeit und Kricgsthaten, und von Berlin habeich längst noch bessere Possen erwartet, aber vergebens, was mir keingutes Zeichen zu sein scheint.

Die Wirkung jener beiden Possen war gleich stark auf deutschen" Bühnen, denn sie enthalten Wahrheiten und treffliche Charakterschil-derungen; „unser Verkehr" ist mehr Charaktergemälde, berechnet aufden Norden, und ein großer Vvrwurf gegen unsern Süden, daß nochNiemand, vorzüglich Frankfurter, ein Gegenstück geliefert hat. JakobsKriegsthaten sind mehr Jutriguenstück, auf die Rheingegenden be-rechnet. Jenes rügt die jüdische Habsucht und Vcrbildung, dieses dasverkehrte Bestreben nach ästhetischer Kultur, Glanzsncht und Furcht-samkeit der Hebräer. Das Volk Israel kam darüber in großen Auf-ruhr, und wußte an mehreren Orten auszuwirken, daß die Stückenicht mehr gegeben wurden; desto mehr wurden sie aber gelesen. Eskostete Geld, und es wäre besser gewesen, wenn sie sich in dem Spiegelrecht betrachtet, und darnach sich selbst gebessert Hütten; wäre dadurchnicht Geld erspart worden? Hie und da war übrigens auch die Bes-serung sichtbar, und berechtigt zu dem Wunsche: Mehr Possen! Mehrsolcher Possen!

Die wenigen Fehler, die beide Stücke haben, lassen sich vollkom-men damit entschuldigen, daß es eben Possen waren, Possen aber, wieman sie für alle Stände wünschen möchte, wäre es auch nur zum Be-weise, daß wir uns den Britten nähern durch unsere constitutionellenVerfassungen, und uns nicht bloß an die Juden halten, die noch hieund da nur zur verachteten Klasse gerechnet werden. Niemand warlauter bei jenen Possen, als gerade die sogenannten gebildeten Juden,