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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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aber doch sind sie dem großen Römer gar nicht zuwider, er nenntsie ssounäum xsnus zooanäl,' was ganz gegen heutige Sitten wäre.

In: Mittclalter und noch im siebzehnten Jahrhundert nahm manes nicht genau, wie noch heute unter dem Volke, und das mag auchdie damaligen Schriftsteller entschuldigen. Bayle fügte seinem berühm-ten Wörterbuch, das einst auf den meisten Lesepulten fignrirte, undvon dessen vier Folianten stets einer aufgeschlagen lag, einen Anhangbei, sue los OksoonitLs, 2 und machte neun Abtheilungen; man hatteihn Wegen seiner Zoten angegriffen, und nicht ganz mit Unrecht; erentschädigte sich, daß seine Aufgabe sei, Alles kritisch zu besprechen(als Eicyklopädist), sprang aber nicht selten über die Grenze, undso hieb er es auch mit den Obscönitäten in seinem berühmten Werke,das mchr Noten als Text enthält. Mit Recht konnte er sich entschul-digen, daß ja seine vbscönen Dinge Citationen aus fremden Sprachenseien, md so wird sich auch Demokrit damit und mit einem so berühmtenVorgäiger entschuldigen dürfen. In unseren Zeiten wollen wir aber solcheDingenicht Zoten nennen, sondern in altdeutscher Sprache: Saubohnen.

Ale Zoten, Obscönitäten und unflätigen Scherze beziehen sichmeist uf das, was Hippokrates genannt hat, und die

älteste: Urkunden des Menschengeschlechts allegorisch unter dem Apfelund dr Schlange vorzustellen scheinen. Was wir mit dem Griecheneine keine Epilepsie nennen, heißt dem Bauern „des armen MannesBrate:." Der witzige Franzose nennt es aber schöner noch llos biz'ouxinäisoets oder Schatzkästchen, wozu jeder tüchtige Mann den Schlüsselhat. Die Natur selbst zieht diesen Schlüssel nach dem Schatzkästchen,und rngekehrt, und beide, wie die ganze Schöpfung dreht sich komischMnugnach diesem wahren Mittelpunkt der Dinge.

fn allen Sprachen gibt es eine Menge Ausdrücke, die diesen Lieb-ilingscgenstand mit Worten zn verschleiern, zu verschönern, zu ver-:mensclichen suchen, während Brod, Wasser, Fleisch, Wein rc. nur:wenic und ganz einfache Benennungen führen, denn hier fühlte derMenh das Thierische und Komische am meisten. Hätten die Cynikerdie Srecher gemacht, so Hütten wir wahrscheinlich nur ein Wort.Mogies, der über seinen Schüler Crates seinen schmutzigen Philo-sofohemantel ausbreitete, da dieser die cynische Lehre: „nichts Natür-lichesist schändlich," mit seiner HiPParchia allzu praktisch und an-

* ine Art des Scherzes, die sich nicht für einen Mann von freier Erziehung paßt,^Vgelsen, schmählich und obscön. — Die zweite Art des Scherzens. — 2 Ueber die Nn-fia^erei.