schaulich machte in der Stoa Hallen, sagte bei einer ähnlichen Handlungkurzweg sureu'-ü ÄAxio-ov (ich pflanze einen Menschen), woraus dieRömer ihr tntuo machten, das sich am reinsten erhalten hat in dereleganten Weltsprache Galliens.
Solche Auftritte mögen auch im Alterthum, auf der Bühne, hinterder Bühne, und noch mehr außer der Buhne mit Bühnengcnosstn undGenossinnen häufig vorgegangen sein, wie noch heute, und daher wirdauch obscön vom Worte Scena hergeleitet, und wer früher die Plauievon Stuttgart kannte, wird an der Ableitung Vergnügen finden.Richtiger aber scheint mir doch das Wort von den Osoi, Ogsci abge-leitet zu werden, einem der ältesten Völker Campaniens, das in derGegend von Atella (jetzt Aversa) wohnte. Von ihm rührten dieI'adulas ^.tsllanao in altoscischer Sprache, als Nachspiele oder Possenim heutigen Sinne her; die Spieler waren meist römische Bürger,während die Komödianten von Profession anrüchig waren, und liefer-ten den Beweis, daß die Römer die Zoten bloß zum erlaubten Komi-schen zahlten, wie noch heute ihre Nachkömmlinge, die Italiener, undauch, jedoch in geringerem Grade, die Franzosen. Das Wort Zotenaber mag von sot (Sottise) herkommen, wie letzteres Wort von stul-tus, daher gar Viele auch die witzigste Posse für eine Narrenspossehalten, weil sie in ihrem tiefen Ernst keinen Sinn für Witz und Laune,noch weniger solche selbst ausgebildet haben.
Zoten scheinen das ursprüngliche Produkt derjenigen Länder zusein, wo ein heißer Himmelsstrich zu immerwährender Lust reizt, wodie Vielweiberei, Verschnittene, Harems, Mädchenhandel, der Dienstdes Phallns, der Astarte und der Venus, wie ihn Herodot schildert,Mode war, und wo diejenigen Verfeinerungen der Lust entstanden,die der kalte Norden und der einfache Naturmensch kaum dem Namennach kennt. In "wollüstigen Himmelsstrichen, wo Weiber an den Thes-mophorien oder Eeresfestcn auf kühlenden AgnuscastnSblättern schliefen,um die Fastenzeit glücklich zu bestehen, hielt man solche saubere Dingefür Bedürfniß, sowie man im Süden Enropa's noch heute über ge-wisse Dinge bloß lacht, über die man im Norden errathet oder jam-mert, als über eine Verderblich der Sitten. Wenn auch in Finnlandledige Mädchen leere Messerscheiben im Gürtel führen und zulassen,daß der junge Freier sein Messer hineinsteckt, als Symbol der Ver-löbniß, so denkt man gar nichts Unlauteres bei dieser so obscön schei-nenden Sitte; je roher und plumper, desto unschuldiger, wie auf vielenunserer Dorfschaften.