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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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da mit italienischer Weitschweifigkeit seine Gcschichtchen ansspinut unddadurch langweilt, so zwingen doch manche, vorzüglich diejenigen imMunde der Mönche und Nonnen, lustige Damen znm Lächeln. Zweiseiner frciesten und besten Etzählungen sind: I! ckiavolo nsl Inferno,und Aon vi voqlio oocka, welche Sprüchwörter geworden find. Ban-dellos „Dominikaner und Bischof" ist noch langweiliger, ohne Salzin seinen neun Bänden, und muß Boccaccio weit nichstchen. Dasberühmte Epos des mit Unrecht verschrieenen und vergessenen Marina,l'Adone in zwanzig Gesängen, voller Eoncetti und lustiger Gemälde,daher cS unter die verbotenen Bücher gehört, verdient noch heute ge-lesen zu werden, und nur die unglücklichen Nachahmer haben Marinains Geschrei gebracht.

Casti übertrifft alle und alle, aber seine Ao^sIIs galant! sindmehr als galant, unstreitig die witzigsten, kürzesten und besten. Nie-mand wird seine aebtnndvicrzig Novellen, darunter die Bulle'Alexan-ders Vl-, der Erzbischof von Prag, der Antichrist, die Hose des heili-gen Griffons, die Nachtigall, der Erzengel Gabriel rc., ohne Vergnü-gen und ohne zufriedenes Lächeln aus der Hand legen. Casti denktgleich den Alten:

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Äla I)i80Ava vedsr eome si cliee. ^

Noch gefährlicher als die Italiener find die Franzosen bei derAllgemeinheit ihrer Sprache, und ihr komischer Witz ist natürlicherund gediegener. In der Menge ihrer cynischen Schriften erscheinendie Musen als wahre Sirenen, und ihnen sind solche Werkchen bloßvurienx, galants, baäins, höchstens libres;" sie sind zahllos, Von denContes der Königin von Navarrä an, welche von ihren Anbetern dievierte Grazie und zehnte Muse genannt wurde und im Alter denMiroir äs I'ams poobsresso ^ schrieb, bis zu Lonvcts Faublas undder Jüstine des- Marquis von Sade, gegen welch' letztere Petroniusmit Marchennas Commentar eine Kleinigkeit ist; sie ist das abscheu-lichste und dabei gcnieleerste Erzengniß eines verworfenen Geistes.

Die frechen Sitten der Höfe Carls IX. und Heinrichs II- machtenden Priapisinus vorherrschend in der Poesie; wie plump treten nichtRabelais und selbst Marot auf in Epigrammen und seinem AlixMartin, ls Obsvai et la Dame; und Brantome ist um kein Haar

* Erklären darf man Alles, Alles sagen.

Nur muß mau um das Wie auch Sorge tragen.

2 Interessant, galant, scherzhaft — frei. — 3 Spiegel einer Sünderseele.