Band 
[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
Seite
210
JPEG-Download
 

210

seinen Steiß hin und her schwenken soll, was wir Ein her schwän-ze In nennen.

Die feinen Franzosen haben noch mehr Redensarten als wir, undsagen sogar: II rsvisut Iionteusemant In guons sntrs Iss zarabos, *und von einem Mädchen, die den Prozeß mit der Exekution anfängt-'WIs prenck Is roinan pur In «zusus. ^ Am schönsten scheint mir ihrbildlicher Ausdruck: Ims grancks out toujours uns longus «zusue. ^„Kein Schwanz von einem Pferd ist mehr zu haben" (p-m In guensä'un olisval, sagen auch die Franzosen), so meldete der Postmeister beider Durchreise eines Großen, und ein Knabe sagte: „Aber Papa, kannman denn die Stumpfer! (gestutzte Pferde) nicht auch brauchen?"

Solche Zweideutigkeiten, wenn sie nur einigermaßen Ziel undMaß halten, erregen nie mehr lächerliche Empfindungen, als wenn siemit ernster Miene vorgebracht werden, ohne das Bewußtsein, daß maneine Zweideutigkeit gesagt habe. tzuanä vous vo/sr oss tetous rs-bouäiss, <zui so montrsnt uroo taut ck'impuckonoo, dsuäsr, Nsssisurs,bancker, trainier, rief jener Franziskaner von heiliger Stätte: tmuäor,dsnäor vons les z^sux! ^ Mit derselben Unbefangenheit berichteteein ehrlicher Landprediger, der den Auftrag hatte, einer liederlichenDirne das Gewissen zu schärfen, an ein hochpreislichcs, hochwürdigesKonsistorium in aller Unschuld des Herzens: „Anne Marie N. N.habe ich dreimal in meiner Studirstube hergenommen, sie bezeigte zwarviel Scham dabei, ich habe aber dennoch nichts in sie hineinbringenkönnen." — „Auf wie vielerlei Art kann man sündigen?" fragte jenerSchullehrer ein Mädchen. — „Mit Gedanken, Gebenden, Worten" —„und?" rief der Schulmeister und hob den Finger auf — „und mitdem Finger!" schrie das Mädchen.

Nicht von Weitem dachten jene Damen, deren eine von den großenSpargeln Darmstadts sprach: „Daß man sich fast schämen müßte, siein die Hand zu nehmen," und die andere bei Anhörung eines Kastra-ten ausrief: „Welch eine Götterstimme, aber mich dünkt doch, es fehleeine Hauptsache" — an dasjenige, an was jener Witzling dachte, dereinem hübschen Mädchen in schöner Mondnacht begegnete, und auf ihrhöchst verlegenes „Ich suche, ich suche" — erwiderte: „Nicht um allerWelt willen möchte ich das verloren haben, was Sie suchen." Ge-dankenlos war es von Madame de Monöse, als sie von ihrem Land-

i Er kommt beschämt zurück, den Schwanz zwischen den Beinen. — 2 Sie packt denRoman beim Schwänze. — r Die Großen haben immer einen langen Schwanz. — ^Wennrhr diese schwellenden Brüste sehet, die sich mit so viel Frechheit zeigen, so greifet, greifetnach einer Binde für eure Augen. o s ^ »