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dadurch ohne alle künstlichen Vorrichtungen, die noch erfunden werdenkönnen, im Stande ist, eine Art Symphonie aufzuführen, die mir ineiner Krankheit die Langweile der schlaflosen Nacht versüßte.
Nach den neuesten Entdeckungen eines scharfsinnigen Apothekers,dem wir schon mehrere schätzbare chemische Versuche verdanken, sinddie Afterwinde eine Art Spiritus, und er glaubt nach vielseitigen Ver-suchen mit seiner Frau, welcher er die gcrühmtestcn Hülsenfrüchte,Rettige, Rüben, Zwiebel, Knoblauch, Kohl und Ragouts, Obst undsüße Weine reichlich darreichte, und zum Schluß noch Fenchel- undAniswasser, bevor er sich mit dem Recipienten näherte, den 8piritusässMatns, r als ein erprobtes Mittel gegen Sommerfleckcn mit Sicher-heit empfehlen zu dürfen, und der Mann ist kein Windbeutel, wenner.anch gleich seinen unfignrlichen Beutel mehr im Auge hat, als oftrecht und billig zu sein scheint.
Heil des Kaisers Claudius Majestät! So wenig wir auch vonihm wissen, so verdient diesen Wunsch schon sein menschenfreundlichesEdikt, das Allen erlaubt, selbst in allerhöchster Anwesenheit der Naturden Lauf zu lassen, eine Meinung, der auch die Stoiker, und selbstder feinere Cicero (l?amil. IX. 22) beigethan waren. Der gekrönteMenschenfreund hatte sich von den Uebeln überzeugt, die sich die Skla-ven des Vorurtheils und einer falschen Scham zuziehen, und die Aerztehatten seitdem weniger Koliken zu behandeln und staunten nicht selten,vvm Krankenbette mit einem — entlassen zu werden. In Gesellschaf-ten gab es weit weniger gezwungene Hm! Hm! Hm! weit wenigerHüsteln, gewaltsames Niesen und Stnhlrücken; nur wenige geriethcnmehr in die peinliche Lage, die Boursault schildert, wo die Nasen dasDoppelte entgelten müssen, was den Ohren erspart wird, und keinermehr in die Verzweiflung Oethons bei Martial:
8sä yuarnvts skdi eaverit oi-exainlo,ttomxressig natibus ^ovem salutot,wuiwstur tarnen usgus et usyue xsäitOetliou äsoies viviesqris. ^
Der gute Kaiser Claudius verschied, nach Senecas Apotheose,wie er gelebt hatte; sein letzter Seufzer und sein letzter Ton war einDonner aus dem Orte, mit dem er bei Leibes Leben am vernehm-
t Gereinigter Spiritus.
r Wie sich auch Oethon hütete im Windelassen,
Und Gott anruft, den Hintern enggeschlossen.
So mußte doch zuletzt der Drang ihn so erfassen,
Daß er unzähl'ge F ... hat ausgestoßen.