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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Den Pfarrer SedulimVerschließet dieses Grab.

Gott gab den Schlummer ihm,

Den Er den Hörern gab.

Hier im WurmlochLiegt Le Noir, der Koch.

Sanft ruhe seine Asche in kühler Erde Schacht,

Hat er der Asche doch im Leben viel gemacht.

Er kochte oft unflätig,

Gott sei der Seele gnädig!

Hier ruht mein lieber Arzt, Herr Grimm,

Und, die er heilte, neben ihm.

Auf Trinker, die lieber ihren eigenen Geist aufgeben, als denGeist der Reben, weiß ich in der That keine schönere Grabschrift, alseinen ganz einfachen Leichcnstein und einen umgestürzten Becher dar-auf; jeder Wanderer sagt dann selbst: „Der hat ansgctrunkcn," wievon meinem obigen Kantor und seiner Fiualpanse, „der hat ausge-sungen." Diese Symbole sind so schön als der Jüngling mit um-gestürzter Fackel, der den griechischen Tod vorstellt. Die schönste,kürzeste und emphatischste Grabschrift für einen Gelehrten und Schrift-steller wäre: bünis! (Ende.)

Es wäre gar nicht übel, wenn Jeder sich seine Grabschrift beiLeibeslcbcn und noch in Zeilen setzte, so wie sich etwa unsere gott-seligen Vorfahren ihren Lcichentext selbst wählten — so schmeichelhaftals möglich — und ihr Leben darnach einrichteten, um ihn-wahr zumachen. Der herrliche Franklin setzte sich in unserer Zeit seine Grab-schrift selbst, aber ging doch, wie mir dünkt, ein bischen zu spät daran:

Der Körper

B. Franklins, eines Druckers,

Liegt hier (gleich dem Einband eines alten Buchs,

Dessen Blätter zerrissen,

Dessen Titel und Vergoldung verwischt sind)

Den Würmern zur Speise:

Das Werk selbst soll aber nicht verloren gehen,

Sondern (so hofft er) noch einmal erscheinenIn einer neuen schönen AusgabeVerbessertVom Verfasser!

Wenn Wahrheit auf Grabsteinen zn suchen und zu finden nme,so stünde auf den meisten die von Geliert auf solche Umstände ge-fertigte Grabschrift: