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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Er lebte, nahm ein Weib, und starb!

oder die britische:

Hers lies 8maI1,

tliat !s s!1. ^

und auch wohl:

Befreie doch mich arme Gruft,

O Wanderer, von diesem Schuft!

Des Menschen Hochmuth predigt oft noch aus dem Grabe undvon dem mit Titeln bcsäeten Grabsteine herab, wo ich denn stets derEinfalt voriger Jahrhunderte gedenke, die auch den vornehmsten undthatenreichsten Ritter ins Grab legten mit einem: „Hier ruht der edleund fromme N. N. und seine eheliche Hausfrau, deren Seelen Gottgnädig sei. Amen!" Komisch werden die Grabschriften Großer durchdas Lob und die Devotion der Grabstcinscrtiger; das Ron plus ultruaber ist wohl die zn Padua, die Keyßler anführt: Sorsniss. l?erä. 6on-2 ags.s vueis Nantuuo sto. 6Ismsntissima Visosra V. stul. 1698. ^Viele Grabschriften fangen an: Wanderer! römische Nachahmungdes Viator, ob wir gleich nicht mehr an der Straße begraben, undsind die Reiter, und die mit zwei, vier, sechs und acht Pferden fahren,mehr als Wanderer? Aber alle diese sind noch golden gegen das be-kannte Mausoleum:

— — — von Millionen SchädelnDer patriotischen von ihm vertilgten Edeln,

Und obenauf ein Tiger mit gekröntem Haupt,

Und in den Klaun ein Lamm, nach dem sein Blutdurst schnaubt,

Wo rings umher im weiten Kreis

Von Wittwenmark und ausgepreßtem Schweiß

Zehntausend düstre Lampen brennen —

Wer könnt' ihn nicht auch ohne Namen nennen?

Der Name auf dem Grabe eines großen Mannes sagt Alles;aber es gibt große Männer, bei deren Tode man die Frage: „Wermacht seine Grabschrift?" beantworten möchte wie Voltaire: „DerErste, der auf sein Grab speit;" und ein alter Deutscher würde sichnoch natürlicher ausgedrückt haben- Nicht die armen Selbstmörder,sondern solche Männer und die Schurken aller Art verdienten begra-

r Hiev liegt Hans Schmalmattn,

Bon den, man sonst nichts sagen kann.

2 Des Erlauchtesten Ferd. Gonzaga, Herzogs zu Mantua, allerguädigste Eingeweide.