Fraiizösisch-savoyischer Krieg.
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geboren — denn damals war Gabrielle mit dem Herrn von Lian-
court verheirathet gewesen — der zweite nur aus einfachem: schon
dies würde einen Streit zwischen den beiden Brudern hervorgerufenhaben. Zweitens aber war es sehr fraglich, ob nach dem Tode Hein-richs die Prinzen von Geblüt überhaupt die Rechtmäßigkeit der Le-gitimirung so entstandener Söhne zugegeben hätten; und endlichgab es noch an dem französischen Hose sehr verschiedene Ansichtenüber den Punkt, ob die Söhne der Herzogin von Beaufort wirklich
den König zum Vater hätten. Die Frage der Thronfolge wäre
also durch eine solche Legitimirung nur eine verwickeltere, der Kampfum jene voraussichtlich nur ein um so erbitterterer geworden. — Eswar auch ersichtlich, daß die immerhin skandalöse Heirath mit Ga-brielle die Zahl und die Macht der Feinde Heinrich's im InnernFrankreichs selbst und im Auslande bedeutend steigern mußte.Rechnete doch schon Karl Emanuel auf erneute Aufstände der fran-zösischen Großen aus diesem Grunde!
So lebte Heinrich zwischen den Forderungen der Klugheit undden Trieben seiner Leidenschaft im bittersten Seelenkampfe, bis einunerwartetes Ereigniß ihn aus diesem schmerzlichen Zustande be-freite. Gabrielle starb plötzlich an einer vorzeitigen Geburt unterden furchtbarsten Qualen (10. April 1599'), fern vorn König, derzuerst über diesen Tod in den tiefsten Kummer versank, so daß ermit Niemandem sprechen wollte; er selbst, der ganze Hof legtenTrauer an. Indeß unter der geschickten Einwirkung seiner Um-gebung legte sein Trübsinn sich bald, indem er begann, den Fallmehr von seiner günstigen Seite zu betrachten. Nachdem dererste Ausbruch des Schmerzes vorüber gegangen, athmete Heinrich
') vs Ibon, 1.122 s. ün. — Lull/, III. 377 L — Lattlüsu, I. 148 X. L —LnWoinxierrs,21.— Luxxlsnrsnt L I'Lstoils, 302. — k. On/st, 6br. sspt. 531. —Nein. äs Obivsrn/, 324 L — Einige Schriftsteller nehmen eine Vergiftungdurch den Großherzog Ferdinand von Toskana an, und Sismondi (Rist. äss§ran§Li.8, XXII. 32) scheint ihnen zuzustimmen; indeß es giebt für eine solcheAnnahme, die damals bekanntlich sehr leicht Eingang fand, nicht den mindestenBeweis.