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Drittes Kapitel.
Gedächtnisse, und wir werden ihn später auf dieselbe zurückkommensehen. — So trug ein deutscher Neichssürst kein Bedenken, sich zumFeldhauptmanne eines auswärtigen Monarchen ernennen zu lassenund eine Stellung zu übernehmen, die ihn vorkommenden Falleszum Kampfe gegen das eigene Vaterland zwingen konnte. DemLandgrafen gegenüber that Heinrich die schon erwähnte Aeußerung,die seine religiöse Gleichgültigkeit und die Skrupellosigkeit seiner ganzenPolitik so treffend bezeichnet: er sei noch der resormirten Religionergeben, und habe selbst die Absicht, sie vor seinem Tode von neuemöffentlich zu bekennen!') Man vergleiche hiermit seine mündlichenund schriftlichen Aeußerungen über den Religionsdisput zu Fontaine-bleau! Wir sehen Heinrich stets mit gleich überzeugender Treuherzig-keit die entgegengesetzten Ansichten aussprechen, je nachdem es seinInteresse erheischte und Derjenige beschaffen war, den er zu gewin-nen suchte.
Man wird durch das anscheinende Chaos von Heinrich's Po-litik in den Jahren vom Frieden zu Vervins bis zu 1609 hineinen festen Faden finden, wenn man einen Umstand im Auge be-hält: der französische König wollte die Macht der Habsburger soviel schwächen, er wollte ihnen so viele Feinde erregen, wie möglich,dabei aber selbst noch einen großen Krieg mit Spanien und demKaiser vermeiden. Erst im Jahre 1609, als er die Kräfte seinesReiches genugsam wieder erstarkt glaubte, erst da nahm seine Politikeine entschieden kriegerische Wendung. ?) In dem Augenblicke, woer eine Frage so weit zugeschärft, daß sie den Spaniern oder demKaiser Verlegenheiten bereiten muß, überläßt er dieselbe ihremSchicksale und zieht seine Hand aus dem Spiele. So verfuhr er
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0 Villeroy an Beanmont, 7. Dez. 1603: der König wünscht wohl denKrieg gegen Spanien, aber er kann ihn noch nicht führen, conoseenüo die 'I snorsKiio slesuoi gAgri tenevg.no disvAvo gneorg äi Kniete per yugioke gnno;8iri, Lleinorie rseonä., I. 262.