Band 
Erster Theil.
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Oppositioiisregmigen in Frankreich.

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der Ordnung und auf dem Wiederaufleben der alten loyalen undromantischen französischen Königstreue. Diese Grundlage war vielmächtiger und solider, als das Ansehen einer einzelnen Persönlich-keit, wie selbst Heinrich's IV.

Nicht nur nach innen, auch nach außen war dieser schnelleund entscheidende Erfolg des französischen Königthums von größterBedeutung. Zunächst waren die spanischen Pläne gegen die Machtund sogar den Bestand des französischen Reiches wieder einmalgründlich gescheitert; in dem stillen Kampfe, der zwischen beidenMächten geführt worden, war Frankreich Sieger geblieben, da esjedenfalls auf moralischem Gebiete Vortheile über Spanien er-langt hatte. Wir werden sehen, wie das dann der Ausgangspunktzu neuer Feindseligkeit zwischen den beiden Reichen wurde. Wich-tiger aber, als alles andere, war noch, daß das französische König-thum durch diesen Sieg im allgemeinen sein Ansehn durch ganzEuropa sehr erhöhte. Man war nunmehr von dessen Dauer über-zeugt, man wußte jetzt bestimmt, daß es die ganze Wucht derfranzösischen Macht in die Wageschale zu werfen im Stande sei.Von allen Seiten langten bei Heinrich die aufrichtigen und dieheuchlerischen Glückwünsche an. Die Königin von England undder König von Schottland beauftragten ihre Gesandten damit; auchTassis mußte eine Audienz zur Gratulation durchmachen; Pecquius,der Agent des Erzherzogs Albert, erschien gleichfalls und warf dabeialle Schuld des Komplotts auf Fuentes, um seinen Herrn vonjeder Theilnahme daran zu reinigen. Der Herzog von Savoyenschickte sogar einen eigenen Gesandten, den Grafen Vische. Undselbst Fuentes sandte einen Edelmann an den König, um seineUnschuld in der stärksten Weise zu betheuern.') Heinrich hörte siealle an, zeigte sich den meisten überaus freundlich und verbarg sorg-lich seine wahren Gefühle und die umfassenden Pläne, die er schonlängst im Herzen trug.

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äits, I. 106. — Die auswärtigen Verhältnisse s. iiu nächsten Kapitel.