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Viertes Kapitel.
sicher in das Gewicht das freundliche Entgegenkommen, das er beiHeinrich fand, und das ihn hoffen ließ, er werde in keinem Fallean demselben einen unversöhnlichen Gegner erhalten. Aber auchsonst konnte er auf ziemliche Straflosigkeit rechnen. Denn einmalstand es fest, daß der Papst einer solchen Aushebung des kalvini-schen Ketzernestes sehr günstig sein und, mochte sie nun glücken oderscheitern, hier seine schützende Hand über dem Herzoge halten würde.Andrerseits stand hinter Karl Emanuel der grimme Fuentes, der so-eben erst bei dem Heranrücken Lavardin's mehrere Tausende spani-scher Soldaten zum Schutz in das savoyische Gebiet verlegt hatteund jetzt, auf das Krankenlager geworfen durch den Kummer überdas Scheitern seiner Verschwörung mit Biron,') gewiß große Lustverspürte, doch noch dem verhaßten Bearner einen tüchtigen Denk-zettel zu geben. Es kam hinzu, daß dÄlbigny, der — wenn nichtvon neuem ein entschiedener Bruch zwischen Frankreich und Savoyeneintrete — seinen Sturz als unvermeidlich voraussah, den ganzenRest seines Einflusses bei dem Herzog anwendete, um ihn zu deinUnternehmen gegen Genf zu bewegen. Karl Emanuel's brennenderEhrgeiz und unruhiger Geist bedurften kaum so vieler Veranlassun-gen und Beweggründe, um seine Plane gegen die schöne Rhonestadtwieder aufzunehmen. Noch einmal schwebte seiner lebhaften Phan-tasie der alte Traum der savoyischen Dynastie, die Wiederherstel-lung des burgundischen Reiches, vor, dessen Hauptstadt einst Genfgewesen war. Wenn die Kräfte dieses Mannes seinen Entwürfenentsprochen hätten, welch' eine Gefahr wäre er für ganz Europagewesen!
Schon im Sommer dieses Jahres hatten sich die schweizer Kan-tone, die Verbündeten Heinrich's, bei diesem über Anschläge undVersuche Karl Emanuel's gegen Genf zu beklagen gehabt. Hein-rich, gerade damals über die Verrätherei Savoyen's und Spanien's
y Brief Fresneö' an de Bic v. 9. Aug. 1602; I.. st aml). äs I'r.-Oav.,I. 371.