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reichen Unzufriedenen in Kalabrien in Verbindung gesetzt. Wie schonzur Zeit der Humanisten die Bewohner Jtalien's sich ohne allzugroße Angst darauf vorbereitet hatten, das Joch ihrer vielen kleinenTyrannen mit der Beherrschung durch die Türken zu vertauschen'):so zog man es setzt auch in Kalabrien vor, sich dem Halbmondeanzuschließen, als noch länger dem aussaugenden und entnervendenNegimente der Spanier zu unterliegen. Im September 1599 solltein der letzteren Provinz ein allgemeiner Ausbrnch der Empörungstattfinden. Während der berühmte Dominikaner Tommaso Cam-panella und ein gewisser Maurizio Rinaldi mit mehr als 200 Ver-schworenen das Banner des -Aufstandes im Lande zu erheben bereitwaren, eilten 36 türkische Galeeren unter dem Kapudan-Pascha her-bei, um dieselben zu unterstützen. Aber die Spanier entdeckten dieSache zu früh. Aie Türken wurden an der Landung verhindert,'die Verschworenen fast sämmtlich gefangen genommen und zum Theilhingerichtet, zum Theil im Kerker belassen. Indeß bei der Näheder Türken blieb doch immer der Mißmuth der Neapolitaner einegroße Gefahr für Spanien.
Es war natürlich, daß der immer weiter um sich greifendenMacht der Türken gegenüber die Feinde derselben sich zusammen-fanden, wenn sie auch sonst durch Interessen, Glauben und Ortnoch so weit von einander getrennt waren. So hatten sich Persienund Spanien schon längst") einander genähert. Philipp III. hattezwar keine Neigung, die schiitischen Mohammedaner gegen die sun-nitischen zu unterstützen, schienen ihm doch die einen eben so ver-dammenswerth, wie die andern; aber jene gegen diese zu gebrauchen,deß trug er kein Bedenken. Er schickte deshalb drei Augustiner-mönche als Gesandte an den persischen Schah Abbas den Großen
1) Vgl. darüber Bnrckhardt, Cultur der Renaissance in Italien.
2 ) Depeschen Scaramelli's, des vcnez. Gesandten in Neapel, vom 14-, 2l.,28., 29. Sept., 5-, 12. Okt., 9., 23. Nov., 28. Dez. 1599, 8. ?chr. 1600; Nn-tinelti, Ltorin nrcans,, II. 195 tt.
->) Vgl. S. 43.