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Viertes Kapitel.
um ihn zu überreden, daß er Krieg gegen die Türkei beginne: dannwolle auch Philipp in Afrika und Europa den Kampf rüstig undeifrig gegen sie fortführen?) Der persische Monarch, ein großerKrieger, ließ sich durch dieses Anerbieten wirklich verleiten, den Tür-ken die Feindseligkeiten anzukündigen; er glaubte den Versicherungendes katholischen Königs. Die Gesandtschaft erreichte also vollkommenihren Zweck (Septemb. 1602), der Schah führte den Krieg gegendie Türken mit vielem Nachdruck und noch mehr Grausamkeit, um —wie er sagte — durch seine Thaten den Aufforderungen des großenBeherrschers von Spanien zu entsprechen. Schon im Jahre 1603nahm er Tebris. Auch sandte er wiederum eine Botschaft nachSpanien, welche ein sehr herzliches und achtungsvolles Schreibendes Schah an Philipp mit sich brachte. Derselbe wurde da ange-redet als „der größte Herrscher des Weltkreises, welchem die Sonneals Schirm dient, unter dessen Schatten die ganze Christenheit lebt,dessen Vasallen so zahlreich sind wie die Sterne am Himmel, wel-cher keinen ähnlichen hat, der die Welt regiere so wie er selbst, DonFelipe, König von Spanien". Aber der Schah hatte sich verrechnet.Der „größte Herrscher des Weltkreises" sah es sehr gern, daß derUngläubige seine Feinde, die Türken, beschäftige und bedränge, abernun auch ihm zu Hülfe zu kommen, das lag ihm ferne. Hielt dochdie spanische Regierung den Christen das gegebene Wort nicht, nun,so brauchte sie es dem „Heiden" sicher nicht zu bewahren. Mitdem Kriege, welchen Spanien in Afrika und Europa mit allem Eifergegen die Türken führen wollte, sah es ziemlich dürftig aus. DieThaten der Spanier gegen die Türken in den Jahren 1603 und1604 beschränkten sich nämlich auf einen Raubzug, welchen derMarques de Santa Cruz, der General der neapolitanischen Galeeren,in das östliche Mittelmeer wagte. Er nahm einige Korfarenschiffe,besetzte Zante, Pathmos und mehrere andere Inseln, verheerte aufseinem Rückwege auch Durazzo an der epirotischen Küste und fuhr
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