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Viertes Kapitel.
einige Neigung für einen Vertrag mit den Türken zu zeigen. Durchwahre und falsche Mittheilungen suchte er da den Sultan gegen dieHabsburger aufzuhetzen und ihn durch immer wiederholte Vorstel-lungen zum lebhaften.Kampfe anzufeuern. Ein Friede mit demKaiser und Spanien könne dem Sultan nur schädlich sein, ihn derMißachtung seiner Truppen und Völker preisgeben. Natürlich solleBreves nicht offen gegen den Abschluß des Friedens ankämpfen, aberheimlich gegen denselben thun, was ihm möglich sei.st Es gelangen ihmauch diese Umtriebe recht gut. Da er in denselben unterstützt wurdevon dem kurzsichtigen Uebermuthe Rudolfs II., der, von den Er-folgen seines Generals Begliojoso in den letzten Jahren aufgeblasen,unannehmbare Bedingungen stellte^): so ging der Kampf in Ungarnunausgesetzt weiter. Im Dezember 1603 kam von Mohammed III.ein abermaliger Gesandter zum König nach Fontainebleau, welcherihm u. a. den Beistand der türkischen Flotte zu einem Kriege gegenSpanien anboth) — So hielt es Heinrich für angemessen, einenmörderischen und für die Christenheit äußerst verderblichen Kampfim Gange zu erhalten, um seinen Feinden einen immerhin nur ge-ringen Machtzuwachs zu entziehen. Denn es konnte doch diesesVerfahren hauptsächlich nur daraus zielen, die Spanier der Unter-stützung des Kaisers zu berauben. Rudolf aber war machtlos, sowieer nicht gegen die Türken kämpfte. Erblande und deutsche Fürstenhalfen ihm wohl mit Geld und Mannschaft gegen die Ungläubigen;aber zum Bündniß mit den Spaniern würden sie ihm kaum be-trächtliche Unterstützung gewährt haben. Der Kaiser wäre also injedem Falle ein recht ungefährlicher Gegner gewesen. Trotzdem er-lahmte Heinrich nicht in seinen Bemühungen, ihn matt zu legen.Als am 22. Dezember 1603 Mohammed III. starb und ihm sein
Auszüge der Instruktionen an Breves vorn 15. Sept, 15. Okt., 23. Dez.1603, 20. Jan. 1604.; L. in., VI. 676, 678, 680, 681.
st Vgl. Gindely, Rudolf II- und seine Zeit (Prag 1863), I. 65 Lst U8. Dep. Tassis' v. 14. Dez. 1603; Arch. v. Sim., L 1460.