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Erster Theil.
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Sohn Achmed I. folgte, rieth Heinrich diesem, da er von dem Kö-nige von Persien und dem Kaiser zugleich bedrängt sei, lieber mit

jenem Frieden zu schließen, damit er den Krieg gegen den Habs-

burger mit ganzer Kraft führen könne?)

Achmed, obwohl erst fünfzehn Jahre alt, zeigte sich der Regierungvöllig gewachsen. Gleich im Beginne des Jahres 1604 nahm sein

Wesir Pest. Vergebens ließ Rudolf den Papst, die italienischen

Fürsten um Unterstützung gegen die Ungläubigen angehen, überallfand er taube Ohren. Einigen Trost in seinem Kummer erhielt erdurch eine Gesandtschaft des Schah Abbas, die im Sommer 1604auch bei ihm eintraf und ihn im Namen ihres Herrn ersuchte, nichtmit dem Sultan Frieden zu schließen, indem sie ihn der eifrigstenUnterstützung von Seiten der Perser versicherte. Auch nach Lyonging diese Gesandtschaft, doch bekam sie den König nicht zu sehen?)Während der Kaiser sie sehr glänzend ausgenommen und bewirthethatte, ließ Heinrich den Botschafter, obwohl er sich über sechs Wochenin seinem Reiche und dessen Nähe aufhielt, nicht vor sich, um —wie er sich selbst offiziell äußerte — aller Welt zu zeigen, einenwie hohen Werth er auf die Freundschaft des Sultans lege. Dafürverlangte er freilich als Entgeld eine Fortsetzung des Krieges gegenden Kaiser seitens des Divans?) — Während Heinrich hier durchgeheime Machinationen einen Frieden zu vereiteln suchte, welcherder christlichen Welt so nothwendig war, arbeitete er zu gleicher Zeitin London, um die Friedensverhandlungen zwischen seinen beiden„sehr theuren und sehr geliebten Brüdern", den Königen von Spa-nien und England, zu stören. Indem er an Herrn von Brevesschrieb, in Konstantinopel heimlich gegen den Frieden mit dem Kaiser

') Instruktion an Bröves, März 1604; 0. in., VI. 207.

2 ) Schon in den Jahren 1600 und 1601 war eine persische Gesandtschaftin Wien gewesen; Llievenlnller, Lnnnlos 1''eräinniiäei (Leipzig 1722), V.2356 k. 2400.

3) Llmtdion, II. Z59 II.

0 Instruktion an Bröves v. 31. Aug. 1604; I,. in., VI. 287 I.