Scheinfriede.
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den loszureißen und sich dadurch eine nicht zu störende Passage nachTyrol zu schaffen; die Ausführung dieses Planes wurde nun durchdie Unterstützung, die nach dem eben abgeschlossenen Vertrage dieVenezianer im Nothfalle den asiatischen Bünden zu gewähren hatten,fast unmöglich gemacht.
Von allen Seiten schuf dieses Bündniß den Spaniern Unzu-träglichkeiten, belästigte und beengte sie. Fuentes war deshalbauch auf das höchste aufgebracht, als er von dem wirklichen Ab-schlüsse desselben hörte. Er beschloß, den Vertrag zu vernichten, eskoste was es wolle, und dann in zweiter Linie wo möglich selbstnach der Herstellung einer Allianz mit den Rhätiern zu streben.Zuerst führte er seine frühere Ankündigung aus und untersagte je-den Verkehr zwischen dem Mailäudischen und Graubünden, st Daaber die Bündner, durch ihren Vertrag mit Venedig zum größten 'Theile gesichert, hieraus nicht viel gaben, ging Fuentes weiter undbaute eine und eine halbe Meile von Neu-Como, wo mailändisches,bündnerisches nud venezianisches Gebiet sich berührten, auf einemsteilen Felsen, welcher das Thal von Chiavenna und zu. gleicherZeit das Veltlin beherrscht, ein großes Fort mit fünf starkenBastionen, das er nach seinen: eigenen Namen benannte, st Theilswollte er damit seinem Handelsedikt Nachdruck verschaffen, theilssollte es als Rückhalt dienen für die Drohungen, die er unaufhör-lich gegen die Bünde aüsstieß. An 6000 Fußsoldaten, meistens Spa-nier, schickte er zugleich an die User des Corner-Sees. st
Am meisten hatte Spanien zu fürchten, daß Frankreich jetztzur Unterstützung der Nhätier und Venedig's schreiten werde. Inder That ließ es sich kaum denken, daß Frankreich spanischen Ge-waltmaßregcln gegen ein ihm verbündetes Land ruhig zusehen werde,
0 Instruktion an Beaumont, 7. Dez. 1603; 0. w., VI. 679.st Bericht 'Montmartin's anRoSny; Oes. rox., ein 147. —llron, 1. 184.3s Brief dc FreSnes' an Breves, 9. Nov. 1603; Lind. äs Hu-Oans/s,t. II. 1. III. zurrt. 2 MA. 24.