Scheinfriede.
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sie die Franzosen durch Demonstrationen zn gewinnen, nm hinterderen Rücken ihre habgierige Politik ungestört weiter verfolgen zukönnen. Gerade jetzt, im Dezember 1603, langte der neue ordent-liche Botschafter Spanien's in Paris, Don Baltasar de Zuniga, anseinem Bestimmungsorte an, ebenso wie der Condeftable, zwar nichtmit besonderen Anerbietungen, aber mit den schönsten Freundschafts-versicherungen an den französischen König beauftragt, welche dieserselbstverständlich nicht unterließ, reichlich zu erwiedern?) Auch beidem Papste erneuerten die Spanier ihr oft gebrauchtes Gaukelspiel;auf ihre Veranlassung ließ der heilige Vater den Nunzius in Parisabermals dem Könige von der französisch-spanischen Vermählungreden,
Aber wenn die Spanier die Absicht gehabt hatten, durch allediese Scheinversuche Heinrich IV. zu blenden und zunial ihn vonder Unterstützung der drei Bünde gegen die Anmaßungen des Gra-fen Fuentes abzuhalten, so verfehlten sie ihr Vorhaben gänzlich. Wiehätte auch Heinrich so unerfahren sein sollen, sich von den nichts-sagenden Komplimenten einiger spanischen Gesandten in den wich-tigsten Interessen seiner Politik bestimmen zu lassen! In der That,dies war seine Meinung nicht, vielmehr griff er kräftig in die Ver-hältnisse in Oberitalien ein. Wir haben gesehen, wie sehr die Ab-tretung des letzten italienischen Gebietes von Seiten Heinrich's IV.diesem in den Augen der Italiener geschadet hatte. Die AufgabeSaluzzo's schien denselben ein Rückzug vor Spanien, ein von derFurcht veranlaßter Verzicht Frankreichs, sich in die AngelegenheitenItaliens zu mischen. Es hatte sich gezeigt, welche Besorgniß deshalbselbst die mächtigeren italienischen Staaten vor Spanien hegten,Jetzt bot sich Frankreich eine Gelegenheit, diesen Flecken wegzuwaschen,
>) LI8. Depesche Baltasar dc Zumga's v. 20. Jan. 1604; Archiv v. Sim.,L 1606. — Cons. des sp. StaatSr. v. 24. Febr. 1604; il»iä., L 1426.
-) 8iri, I. 209.
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