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Viertes Kapitel.
indem es die spanischen Anmaßungen gegenüber einem zwar nichtitalienischen, aber doch an Italien grenzenden Lande zu nichte machteund dadurch zugleich die Venezianer wirksam gegen Spanien unter-stützte. Es kam hinzu, daß das Fort Fuentes dem Könige eine. derwichtigsten Pässe nach Italien sperrte, deren er jetzt nur" so wenigezu seiner Verfügung hatte. Aus beiden Gründen, um das An-sehen Frankreich's in Italien wieder herzustellen, und um sich dieseStraße nach der Halbinsel frei zu halten, mußte Heinrich sich derSache der Bündner mit aller Macht annehmen.') Bereits in denersten Tagen des Dezember 1603 hatte er an Herrn de Vic, seinenGesandten in der Schweiz, geschrieben: wenn die Bündner dasHandelsverbot mit dem Mailändischen, welches Fuentes kürzlich er-lassen, durch irgend eine Handlung der Feindseligkeit bestrafen woll-ten, so sei er — der König — bereit, ihnen hierbei seine Hülfeangedeihen zu lassen. Noch entschiedener nahm aus dem oben an-geführten Grunde Frankreich Partei, als man Kunde von dem Forterhielt, das Fuentes an der mailändisch-rhatischen Grenze errichtethatte. Der venezianische Gesandte in Paris, Badoer, beklagte sichauf das bitterste über die Bedrohung, die Fuentes gegen die AlliirtenVenedig's, die Bündner, ganz direkt ausübe. Dazu kam, daß dieSpanier sich von jenen Beschwerden der Venezianer bei Frankreichnicht im mindesten stören ließen. Vielmehr wies die spanische Re-gierung (Ende Febr. 1601) den Grasen Fuentes an, in der bündnerAngelegenheit zu thun, was ihm gut scheine, freilich ohne geradedie Venezianer unmittelbar zu benachtheiligen und ihnen etwa einenganz bestimmten Grund zur Klage zu gebend) Zu derselben Zeitwurde — gleichsam als Demonstration — Perpignan befestigt undmit einer stärkeren Garnison versehen.
') Vgl. kelar. äi L-i>A. Luäoer, p. 150, 158.
2 ) L18, Dep. Tassiö', 11. Dez. 1603; Arch. v. Sim., L 1460.
3) N8. Cons. des sp. Stciatsr. vom 24. Februar 1604; Arch. von Sim.,L 1426.