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lassen, daß er zu diesem Versuche von seinem Hofe Auftrag erhaltenhabe. Außer der Ehre, mit dem kaiserlichen Hause von Deutsch-land und dem königlichen von Spanien so enge verbunden zu wer-den, werde das lothringische Fürstenhaus aus einer solchen Heirathnoch den Vortheil ziehen, jeder Zeit auf die Unterstützung des Ge-sammthauses Oesterreich rechnen zu können. Und sollte dies allesnicht mehr werih sein, als der Anschluß an Frankreich?')
Die feindlichen Schachzüge gegen einander waren von beidenSeiten wieder lebhaft im Gange. Da tauchten auch alle die kriege-rischen Gerüchte von neuem auf, die vor zwei und drei Jahren dieWelt so sehr geängstet hatten. Das Mißtrauen zwischen Spanienund Frankreich wurde abermals sehr groß und tief. Die spanischenVizekönige der nördlichen Provinzen hatten in alter Weise über ge-heime französische Kriegsvorbereitungen zu berichten. In Marseillewerden Galeeren ausgerüstet und bemannt, um Barcelona zu über-fallen; als Befehlshaber dieser Expedition wurde bereits der Herzogvon Guise genannt. In Langued'oc und Dauphine werden 8—9000Mann versammelt. Wenn der Krieg in Flandern nicht bald einegünstigere Wendung nimmt, wird Heinrich sicher losschlagen. DerStaatsrath in Valladolid beschloß wirklich nach diesen Angaben, inMarseille und sonstigen französischen Orten neue Spione anzustellen.Ein abermaliger Bruch zwischen den beiden Mächten lag gleichsamwieder in der Luft.^)
Und zugleich gelang es den Spaniern, im Gegensatz zu Frank-reich, die sechs katholischen Kantone der Schweiz zur Erneuerungihrer Allianz vom Jahre 1583 mit der spanischen Krone zu be-
>) Jnstr. an Zuüiga v. 30. Sept; L18. Arch. v. Sim., L 1451.
2) Besonders LI8. Cons. des sp. StaatSr. v. 22. Mai 1604, anf eineDepesche des Herzogs von Monteleon hin-, dann Cons. v. 26. Juni. — Bergl.den Brief Du Plessis' an Buzanval, v. 8. Sept. 1604 : 6es trLits8 ä'^n^leterreäes Valerans st äes pstits Onntons nons moustrent gus I'LsxaZuol nonsen vsut.
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