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Viertes Kapitel.
wegen.') Wie wichtig dies in dem Augenblicke war, wo man täg-lich dem Ausbruche eines großen Kampfes in jenen Gegenden vor-aussehen, wo die Schweizer allem Anschein nach den Ausschlaggeben mußten, braucht nur angedeutet zu werden. Es war einempfindlicher Streich, den hier die Spanier Heinrich IV. versetzten,und zwar an dessen verwundbarster Stelle.
Nicht minder gerechten Grund zum Mißtrauen gegen die Spa-nier, als diese gegen den französischen König, erlangte der Letzteredurch die jetzt erfolgende Entdeckung neuer Verschwörungen gegenseine Herrschaft und gegen seine Person: wir werden von diesenUmtrieben später im Zusammenhange berichten, aber schon jetztmüssen wir erwähnen, daß die Spanier hier sicher ihre Hand mitim Spiele hatten. Ueber ihre Intriguen, über ihre feindliche undverrätherische Haltung auf allen Punkten beschwerte Heinrich sichheftig bei Klemens VIII.;") so erhielt dieser die Klagen von allenSeiten, ohne doch ihnen abhelfen zu können.
Wie weit die Machinationen der Spanier in Frankreich sicherstreckten, konnte man in diesem Jahre 1604 recht deutlich erkennen.Wir haben schon einen gewissen Nafis erwähnt, ^) einen alten Li-gisten, der sich nach Spanien geflüchtet hatte, aber von hier ausseine Verbindungen in Frankreich unterhielt, um die Spanier überdie Vorgänge in diesem Lande zu unterrichten. Da er zuletzt, keinezuverlässige Kunde mehr ertheilen konnte, verringerte die spanischeRegierung allmählich die Summe, die sie ihm für seine sauberenDienstleistungen bezahlt hatte, so daß er in das äußerste Elend ge-rietst Hieraus wollte er sich nun durch einen neuen Verrathretten. Nachdem er von Herrn von Barrault die Zusicherung straf-freier Rückkehr nach Frankreich und einer bedeutenden Belohnung
') Dumout, Oorps V., II. 38 ü'.der Bcrtrag ist vom
28. April 1604.
st Brief Hemrich'S v. I. Mai 1604; 6. in., VI. 685.st S. 173.