Band 
Erster Theil.
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die Schweizer thaten ihre Schuldigkeit nicht. Zwar die reformirtenKantone schlössen auf ihrer besonderen Versammlung zu Aarau eineAllianz mit den Bündnern ab, aber ihre Hoffnungen, auch die ande-ren Kantone in dieselbe hineinzuziehen, blieben vergeblich. Auf derallgemeinen Landesversammlung zu Baden wollten die Evangelischenversuchen, zuerst die zwei gemischten, dann aber auch die übrigen,-ganz katholische Kantone zur Theilnahme an der Allianz mit Grau-bünden zu bewegen. »Jedoch sie erreichten ihren Zweck nicht. DieKatholiken, — Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Freiburg, Zugund der katholische Theil von Appenzell — welche ja erst soebenihre Allianz mit Spanien erneuert hatten,') erklärten daher, sie woll-ten noch zwei Monate warten, um erst mit dem Könige von Spa-nien über die Demolition des Forts Fuentes zu verhandeln;zugleich aber wollten sie Philipp III. ersuchen, den mailänder Ver-trag zu bestätigen. Die vier großen evangelischen Kantone, die,auch von Glarus im Stiche gelassen, allein nichts unternehmenkonnten, mußten sich der Mehrzahl unterwerfen und einstweilen ihraarauer Bündniß aufgeben. Die Versammlung zu Basel beschloßim Gegentheil, den Bündnern zur Annahme des mailänder Vertra-ges freundschaftlichst zu rathen! (Ende April 1605.^) So griffauch hier wieder der unselige religiöse Zwiespalt in die eidgenössischenAngelegenheiten verderblich ein. Waren erst die zwei Monate ver-strichen— man stand dann schon im Juli (1605)—so war die Zeitzu entscheidendem Handeln in jenen Hochgebirgen abermals füc die-ses Jahr vergangen. Inzwischen mußten die Graubüpdner mürbe wer-den, da ihnen durch die Handelssperre das Nöthigste mangelte undsie einsahen, daß ihnen von keiner Seite Hülse komme. Und wasstellten die katholischen Schweizer schließlich — außer der Schlei-

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0 L.iLb. äs I'i-ssnes, t. II. I. III. pari 2 231, 233.

3) N8. Dep. Zuniga's v. 5. Aug. 1. o. — Dcpcschm Frcsneö', I. II IIV.x. 589. — Vgl. 8u11/, Oeo. ro^., ev. 147.