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Viertes Kapitel.
fung des Forts — als Ziel der Unterhandlungen auf? Die Bestä-tigung des Mailänder Vertrages, welcher die Bündner in die Ge-walt von Fuentes brachte! Es war offenbar, den katholischen Kan-tonen war es mit den vorgeschlagenen Unterhandlungen gar nichternst; sie wollten sich nur nicht direkt weigern, ihren alten Bundes-- verwandten, den Graubündnern, beizustehen.
So faßte auch die spanische Regierung die Sachlage auf. Alsdie Nachrichten von der Lauigkeit Frankreich's, von der freundlichenGesinnung der katholischen Schweizerkantone in Valladolid eintrafen(Ende August), zeigte die spanische Regierung sich völlig beruhigt.Mit der Zerstörung des Forts, beschloß der Staatsrath am 23. August,solle man sich nicht übermäßig beeilen, erst müsse man die aus-führlichen Berichte des Grafen von Fuentes über die-ganze Ange-legenheit der Bündner abwarten. Im Gegentheile solle man viel-mehr die Truppen im Mailändischen vermehren, um die guten Ge-legenheiten zu benutzen, welche die wankende Gesundheit des fran-zösischen Königs und die inneren Zerrüttungen in seinem Landedarbieten könnten.') — Die Spanier spekulirten also auf die immerhäufiger werdenden Gichtanfälle des französischen Monarchen undauf die Unruhen, die sie selbst in dessen Reiche anzustiften pflegten,um mit Gewalt die Graubündner wahrscheinlich nicht nur von Ve-nedig und Frankreich zu trennen, sondern außerdem auch des Velt-lin's zu berauben.
In dieser drohenden Gestaltung verharrte die graubündner An-gelegenheit bis zum Ende des Jahres 1605. Augenscheinlich warendie Spanier im Vortheile. Fuentes begnügte sich nicht mit seinemersten Fort an der Bündnergrenze, sondern baute noch drei bis vierneue, besonders zu Soncino, und besetzte sie mit zahlreichen Garni-sonen?) Immer enger legte sich sein Eisengürtel um die rhätischen
') N8. Cons. des spanischen Staatsr. vom 23. August; Arch. von Sini,,L 1426.
Hierüber sehe man den zweiten Theil der Lmlmss. Nv t?resnss, pas-üm.