Band 
Erster Theil.
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Quellen znr Geschichte

von höchstem Interesse sind. Freilich muh d'Ayala, in Folge seiner Stellung,an die Unschuld Biron's glauben und ist überhaupt dem Könige nicht allzugünstig. Auf der anderen Seite jedoch sind der Erzherzog Albert und seineAgenten keineswegs so fanatische Feinde Frankreichs, wie die eigentlichen Spanier,und so kann man Ayala's Berichte, wenn auch mit einiger Vorsicht, so doch imGanzen mit Zutrauen benutzen: die Richtigkeit einiger Anekdoten über den Königselbst möchte ich freilich nicht verbürgen.

4. Aus den in Paris befindlichen Theilen des Archivs von Simancasmehrere Depeschen des damaligen spanischen Botschafters in Paris, Don JuanBautista des Tassiö (X 1426. 1605. 1606). Einzelne Notizen über den Prozeß,die Rüstungen Heinrich's IV., die Stimmung der Bevölkerung, zum Theil nichtohne Wichtigkeit, aber wegen der entschiedenen Feindseligkeit gegen Heinrich IV.mit vieler Behutsamkeit auszubeuten. Besonders wichtig sind diese Depeschenjedoch sowie die Konsulten.des spanischen Staatsrathes über dieselben und dieInstruktionen an TassiS (X 1451) in Betreff der gegenseitigen Stellung Spanien'sund Frankreichs während dieser Zeit. Hierüber sehe man die im Texte (S. 207bis S. 252) angeführten Stellen und Noten.

5. Zwei handschriftliche Bände der Kaiser!. Bibliothek in Paris (Luxplö-msuts 911 und Nunusor. trunyaio 6023) enthalten u. A. anonyme Klage- undSpottgedichte auf den Tod Biron's. Die meisten derselben sind indeß schongedruckt, und zwar in dem Supplement zu dein Registre-Journal des Pierre del'Estoile (sä. Llioduuä ob Xonjoulat II, I, 2, 337) und bei Cayet (Moll. obXouj. I, XII, 201 I.). Ich gehe deshalb nicht näher auf dieselben ein.

II. Gedruckte Aktenstücke.

1. Die wichtigste der Dokumentensammlungen, die hier zu nennen sind, istohne Zweifel diejenige des Xsttrss luissiveo äs Henri IV., die von Hrn. Bergerde Nvrey auf die anerkennenswertheste Weise ausgeführt und veröffentlicht wordenist. Das System, das Herr Berger befolgte, nämlich das der Mittheilung allerbezüglichen Briefe im vollständigen Text, ist meiner Ansicht nach das fürdiese Gattung von Publikationen beste. Der Sammler kann fast nie von vorn-herein wissen, welche Briefe und selbst welche Stellen der Briefe den Historikern,die ja bei der Benutzung seiner Kollektion von den verschiedensten Gesichtspunktenausgehen können, interessant und Vortheilhaft sein werden. Deshalb scheint mirdiese Weise der anderen, in derselben Oolisotion äs äosuinents inöälts befolgten— nach welcher die einschlagenden Dokumente nur theilweise vollständig, größtentheilsaber auszugsweise oder gar nicht mitgetheilt werden — bei weitem vorzuziehen.Ganz vollständig ist freilich die Sammlung nicht (vgl. S. 173 Anm. 3, S. 176Anm. 3), aber einige MSlassungen — die in dem betreffenden Falle nicht einmalvon großer Wichtigkeit sind — möchten bei einer so umfassenden Sammlung kaumzu vermeiden sein. Für die Jahre 1601 und 1602 und speziell über die Biron'scheVerschwörung findet sich in dem 5. Band der Xetbrss inissivss ein reichesMaterial. Besonders von der Verhaftung des Marschalls an werden die Briefedes Königs sehr lehrreich über die Tragweite der Pläne Biron's, Savoyen's undSpanien's, die eigenen Absichten Heinrich's IV. in Folge der Entdeckungen, dieer soeben gemacht, u. s. f. Allerdings übertreibt Heinrich augenscheinlich in