der Biron'schen Verschwörung.
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mancher Beziehung; in anderer spricht er absichtlich Unwahrheiten aus, die aberdurch eigene sonstige Schreiben von ihm widerlegt werden.
2. Zu der Ausgabe der Memoiren des Marquis (späteren Herzogs) de laForce, welche der Marquis de la Gränze, ein Nachkomme desselben, aus denFamilienpapieren veranstaltet hat (Paris 1843), sind aus der Korrespondenz, diede la Force mit den hervorragendsten Männern des Staates gepflogen, diewichtigsten Briefe, von ihm und an ihn, hinzugefügt. Da Biron der Schwagerdes Marquis war, so ist auch eine Reihe von Briefen mitgetheilt, die sich aufjenen und zwar speziell auf seine Verschwörung beziehen. Die ersten Spurender Unzufriedenheit, deren Entwickelung und endlicher Ausbruch Biron in dasVerderben führen sollte, finden wir in zwei Schreiben desselben vom 3. und29. August 1595 (S. 262. 264); Biron beklagt sich in diesen auf das bitterste überdie Zerstückelung, welche der König mit seinem Gouvernement Burgund vornimmtBesonders charakterisch sind folgende Worte in dem zweiten Briefe, die schondrohend klingen: tzunnt nn Olonveinsinsnt äs LonrKSKne, on m'^ traits cominsun komme, äs gut Iss Services sont sous Iss xieäs. äs n'en äis ni n'ssrises qus j'sn xsnse, mnis Dien pourvoirn ä. tont, s'il lui xlnlt; II ins rssteäs I'espernnes, luqnslls js ine slisrcksrai. Von diesem Augenblicke dachte inder That Biron hauptsächlich daran, sich „Hoffnung zu suchen" d. h. Rache andem Könige. — Ein folgender Brief (p. 321) ist vom 11. Jan. 1601. Bironist von seinem Schwager eingeladen, zum Könige nach Lyon zu gehen, um sichmit demselben auszusöhnen; aber er weigert sich dessen noch. Das ganze Schreibenzeugt von der äußersten Gereiztheit gegen den König. Auch hier finden wir eineDrohung, die sich auf Biron's damalige Unterhandlungen zu Somo bezieht: ässnis ssuns st Agätlnrä ponr vivre lon^tswxs st voir ä'strnnAss ckoses.Freilich ging dann Biron doch nach Lyon, aber nur um den König zu täuschen.— Nun kommt eine Reihe von Briefen des Königs und de Lomönie's an La Force(S. 325 ff.), vom 15. Mai bis 22. Juni 1602, in welchen der Marquis auf dieVerhaftung seines Schwagers vorbereitet und schließlich von derselben unterrichtetwird. Interessanter sind die Berichte La Force's an seine Gemahlin von der Reise,die er an den Hof zur Rettung Biron's unternommen (S. 329 ff.), sowie dieErzählung Franchcmont's, des Sekretärs des Marquis, an diesen (der inzwischennach Hause zurückgereist war) von den letzten Augenblicken Biron's. — So erhaltenwir durch diese Korrespondenz eine Fülle von Einzelheiten, die für die Kenntnißdes Charakters sowohl Biron's als auch des Königs von großem Interesse sind.In Bezug auf materielle Fakta wird freilich hier unser Wissen nur wenigvermehrt.
3. Die Depeschen des venezianischen Gesandten in Paris, Marino Cavalli,sind — soweit sie in der Sammlung von Barozzi und Berchet (II, I) abgedrucktstehen — höchstens für die äußere Politik Frankreich'ö und Spanien's in dieserZeit von Bedeutung und können deshalb füglich mit der bloßen Erwähnung ab-gefertigt werden.
4. Die Sammlung der Briefe des französischen Gesandten in Venedig,Philippe de FreSnes-Canaye's (Dstckrss st umkussnäss äs Nessirs Dtälipxs6nunxs äs Drssnes, Paris 1635>, ist in der ersten Abtheilung ihres ersten Bandeshier von Nutzen zur Aufklärung über den Stand der spanischen und französischen