Band 
Zweiter Theil.
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Die Vertreibung der Mon'stos.

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Fall von aufrichtiger Bekehrung konnten die Missionäre konstatiren.Ebenso wenig halfen reichliche Stiftungen für maurische Mcinner-und Frauenklöster. Die Morisken folgten ihren alten Gewohn-heiten nach wie vor. Nian mußte im Königreich Balencia dieKreuze höher anbringen, um sie der Besudelung und Verstümme-lung durch die Morisken zu entziehen.

So bildete sich in dem spanischen Klerus eine starke Partei,welche die Christianisirung der Morisken als ein unfruchtbares,unmöglich zu realisirendes Unternehmen aufgab; da aber die Glaubens-einheit in Spanien unter allen Umständen aufrecht erhalten werdensollte, so blieb dann nur die Ausrottung der Morisken oder min-destens ihre Vertreibung aus Spanien als einziges Auskunfts-mittel übrig. Es waren meistens Dominikaner, die eifrig für diestrengsten Maßregeln gegen die Ketzer wirkten. Alan ging denPapst, den König niit Bitten und Denkschriften an, in den Pro-vinzialsynoden des Klerus war davon die Rede: wenn diese Feindeder Religion und des Vaterlandes nicht entfernt würden, so würdein dem rings von Ketzern (im südlichen Frankreich) und Ungläu-bigen (in Afrika) umgebenen Spanien nicht allein der Glaube,sondern auch schließlich die Freiheit des Landes selbst untergehen,wie zu Zeiten König Noderich's und Tarik's.

Im Beginne hatte diese zelotische Partei unter dem Klerussehr wenig Erfolg, sowohl bei dem Papste als bei den weltlichetiMachthabern. Einem der eifrigsten unter jenen Dominikanern,dem Bruder Jaime Bleda, erwiderte Klemens VIII. mit schlechtunter scherzhafter Form verhehlter Bitterkeit: „Das ist kindische„Furcht; wenn, da ihr Spanisr so mit diesem Zaume gezügelt„und von Feinden umringt seid, niemand mit euch fertig werden„kann, was würde daraus werden, wenn ihr frei davon wäret?"— Die wohlwollenden Ansichten des Papstes in Betreff der Mo-risken wurden selbst von einigen spanischen Bischöfen — wie z. B.von denen von Orihuela und Simancas — getheilt; sie meinten,

die Hauptschuld an den Vergehungen der Morisken liege an denii. 9