Die Vertreibung der MoriskoS.
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wußten, daß sie von Rom keine Opposition in ihrem heiligenUnternehmen mehr zu fürchten hatten.
S« waren alle Wege geebnet, das Gewissen Philipp's III.als König und als katholischer Christ beruhigt. Im Juli 1009erklärte dann Lerma dem Könige auf das bestimmteste, um demAusbruche einer neuen Empörung seitens der Morisken, unterstütztvon den Marokkanern und Türken, zuvorzukommen, müsse man siesofort aus Spanien entfernen. So ging die Prophezeiung desheiligen Vincenz in Erfüllung:
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„Im Jahre neun wird der Ochse einen lauten Ruf ausstoßen",denn einen Ochsen führte Lerma als Verwandter des HausesBorja im Wappen. Der König, schon längst bearbeitet und gewöhnt,die Befehle seines Ministers anzunehmen, aber doch nicht ohneBewußtsein der Folgenschwere dieser That, erwiderte„Dasist ein großer Entschluß, den wir gefaßt haben; führt ihn aus,Herzog".')
Die Vorbereitungen waren zum Theil schon getroffen. Seitdem Beginne des Jahres 1609 hatte der Vizekönig von Valencia,der Marques von Caracena, die Miliz der Provinz ordnen undinspiziren lassen. Auch nahm er die Zahl aller altchristlichen undmaurischen Haushaltungen im Königreiche Valencia auf: es fandensich 63,731 altchristliche Häuser, 28,70 l maurische, letztere mitetwa 50,000 waffenfähigen Männern.Im Mai 1609 wurdeden Vizekonigen von Neapel nnd Sizilien und dem Governadorvon Mailand Befehl gegeben, alle Soldaten, die sie irgend ent-behren könnten, bereit zu halten, damit sie auf weitem Befehl so-fort auf den Galeeren der betreffenden Provinz nach Spanien ab-
0 Orsncto es In rosolnoion <jne ln-inos tomscto, lurreälo v<>8 Duguo;DIoels 832.
Diese Schätzung waffenfähiger Männer ist jedenfalls im Verhältnißzur BeoölkcrungSzahl ziemlich um das Doppelte zu hoch gegriffen.