Band 
Zweiter Theil.
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Die Vertreibung der Moriskos.

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um sie Mexia mitzugeben.') Der König bekreuzte sich, unterschriebund rief dabei aus: „O, wer in Person dieser Ausführung bei-wohnen könnte!" Nachdem Don Agustin die Depeschen empfangen,bat er den König um seinen Segen, den ihm dieser mit denWorten ertheilte: „Geht mit Glück, Gott möge Euch beistehen!"Dann umarmte ihn Lerma zum Abschiede — und nach dieserrührenden Seme reiste der Unglücksbote mit den verhängnißvollenDepeschen nach Valencia ab. Der Vorwand war, daß er dieFestungswerke dieses Königreichs inspiciren solle.

Merkwürdig! Der Mann, der sich am meisten über diesenGang der Dinge hätte freuen sollen, der Erzbischof Juan de Ri-bera, war gar nicht zufrieden damit, daß der König mit denvalencianer Menisken den Anfang machen wollte: und zwar weiler dadurch eines beträchtlichen Theiles seiner Renten verlustig ging;gab es doch in seiner Diözese nicht weniger als 17,086 Morisken-familicn, alles fleißige und tüchtige Arbeiter, nach deren Abzug esmit dem Eingehen der Zehnten traurig aussehen mußte?) Alseinige Priester seiner Partei ihn besuchten, klagte er ihnen:„Patres, von jetzt an können wir wohl Brod und Kräuter essenund unsere Schuhe flicken." Er machte sogar einige schüchterneVersuche, dem König noch einmal zu seiner bereits 1602 geäußertenMeinung hinüberzuführen, daß man die valencianer Morisken erstspäter und allmählich vertreiben müsse?) Indeß der König wiesalle dergleichen Rathschläge schroff zurück. So hatte wenigstensder Haupturheber der Moriskenverbannung keine Freude an diesemEreigniß.

Inzwischen konnten die häufigen Zusammenkünfte des Vize-

0 Die sehr instruktive Depesche an den Erzbischof Juan de Riberafindet sich u. A. in der Oolsoeion äs äoeumsntos insäitos pnrn In Iiistorinäs Lspaüg,, t. XVIII. x. 29 II.

2) Haussen, äustn sxpnlsion äs los Uoriseos, p. 224.

2) Onrln äs äunn äs Ikibsrn nl Ile/, 23 NA. I6Ü9; Oolseoion XVIII.154 L

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