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Zweites Kapitel.
abkühlten, ja ihn zum Theil in den völligen Gegensatz verwan-delten.
Zunächst kennten nicht alle Mvrisken die ihnen bestimmtenHäfen glücklich erreichen. Der christliche Pöbel hatte gehofft,die Mvrisken würden Widerstand leisten, um sie dann ungestraftmißhandeln und ausplündern zu können. Als die Mvriskenaber ihm einen solchen Gefallen nicht thaten, wollte er dochder ersehnten Beute nicht verlustig gehen. Er rottete sich inkleinen Schaaren zusammen, überfiel, beraubte und todtste ein-zelne Mvrisken in großer Anzahl.') Freilich waren diese stärker,so setzten sie sich zur Wehr und erschlugen bisweilen ihre Feinde.So erstachen die Mvrisken auch Don Gines de Perellos, Herrnvon Dos Aguas, der sie durch gewaltsame Mittel zum eiligenVerlassen dieses Ortes hatte zwingen wollen.
Indeß diese Mißhelligkeiten waren nicht die einzigen, die sichzwischen Mvrisken und alten Christen erhoben. Die Mvriskenbenutzten häufig die Austreibungsordre, um ihre Schulden an dieChristen nicht zu bezahlen. Außerdem betrogen sie die letzteren mitfalschem Kupfergelde, das sie anscheinend unter großem Verluste,um sich für die Reise zu erleichtern, gegen Silbergeld umtauschten;während es andrerseits natürlich auch nicht an Täuschungen undGewaltthaten der Christen gegen die Abziehenden fehlte.
Zu diesen Gründen der Unzufriedenheit und erbittertenStimmung der Mvrisken kamen bald Schreckensnachrichten, dieüber das Schicksal der Eingeschifften nach Spanien zurückgelangten.Es läßt sich nicht leugnen, daß die Regierung alles aufgebotenhatte, um den Mvrisken eine leichte und ungefährliche Fahrt zubereiten. Als man sah, daß die königlichen Galeeren für dieMenge der Abfahrenden nicht ausreichten, wurden sämmtlicheFahrzeuge in den spanischen Häfen mit Beschlag belegt und denMvrisken gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt: was an
') Aktenstücke darüber bei Inner, 307 ff.