Band 
Zweiter Theil.
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Die Vertreibung der Moriskos.

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schaar sich von den Aufständischen förmlich belagert. Auf denhohen Bergen, die rings in den Ort hineinschauten, hatten dieserothe Banner aufgesteckt und riefen den Soldaten unten höhnischeWorte zu. Aber das Städtchen anzugreifen wagten sie aus Mangelan großen und kleinen Feuerwaffen nicht.

In den ersten Tagen des November kamen die neapolitanischenGaleeren von ihrer zweiten Fahrt nach der Berberei zurück, mitzehn Kompagnien des entsprechenden Regimentes. Nunmehr be-schloß Don Agustin Mexia, sich selbst mit diesen Streitkräftensowie den verfügbaren Milizen nach Murla zu begeben. Dasganze Thal dieses Ortes wurde besetzt und durch Verschanzungengesichert; bald trafen auch 500 Mann vom sizilischen Regimenteund säst zweitausend Milizen des Königreiches Valencia ein. DieLeute litten in dem engen wasserarmen Thale, in dem es auchkeine Mühlen gab, viele Noth: aber Don Agustin verfuhr nichts-destoweniger mit großer Bedächtigkeit und ließ sich sogar mit denMorisken in Unterhandlungen ein, die jedoch zu keinem Resultateführten. Während die Soldaten und Milizen und selbst DonSancho de Luna über diese Langsamkeit murrten, wurden dieMorisken schließlich dadurch so übermüthig, daß ihr König an DonAgustin sandte, er möge innerhalb dreier Tage das Thal von Murlaräumen, damit sie ihre Familien dort unterbringen könnten: sonstwürden sie mit Feuer und Schwert über ihn kommen.

Der Generaloberst beschloß, diese Prahlerei nicht ungestrafthingehen zu lassen. In der Nacht vom 15. auf den 16. No-vember überfiel Don Sancho de Luna ein altes Kastell, das überdem Thale lag, mit 500 Morisken besetzt, welche von da aus dieVerproviantirung der Truppen hemmten. Da die Aufständischenfast nur mit Steinschleudern bewaffnet waren, so wurden sie mitleichter Blühe überwältigt, sechszig von ihnen getödtet. Die Sol-daten hatten dreißig mit Steinen Verwundete: ein Beweis zu-gleich für den tapfern Widerstand der Morisken und die Un-zulänglichkeit ihrer Waffen. Am nächsten Tage nahmen frisch